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Blonde Studentin im Nordseerestaurant

Traum:
Während des gesamten Traumes das Gefühl des Lichten vor meinem Antlitz – wie eine helle Präsenz. In jeder Faser meines Körpers spüre ich die kürzlich verabreichten Wirkstoffe.

Eine junge Studentin mit langen weißblonden Haaren kommt als Gast in das Restaurant an der Nordsee, in dem ich heute arbeite. Meine Kollegin nahm die Bestellung der Studentin im Erdgeschoss auf. Sie möchte einen Fischteller (Scholle Müllerin?) mit Kartoffelwürfel in zerlassener Butter und Salatbeilage. Meine Kollegin reicht mir einen Teller, auf dem drei Mal Besteck vorbereitet liegt. Damit flitze ich zur ersten Etage hinauf, um den Tisch für die Studentin zu decken. Der Raum liegt verlassen. Ich lege das Besteck auf einen quadratischen Tisch. Gleichzeitig verteile ich diese drei Bestecke auf dem benachbarten Tisch. Dabei erinnere ich mich daran, wie es früher war…
Das Herrichten dieser Besteckteller, das Decken der Tische gehörte zu den alltäglichen Arbeiten. Die Bestellungen der Gäste aufnehmen, an die Küche weiterleiten – das klare Wissen darum, was getan werden muss. Die gegebene Struktur und der effektive Umgang mit dieser gaben meinem Alltag Sinn und Erfüllung. Es war etwas zu tun!
Und heute… – die blonde Studentin ist der einzige Gast im Haus; weitere sind – nach den Erfahrungen der letzten Zeit – nicht zu erwarten.
Noch während ich überlege, setze ich es um: Ich stelle eine Gartenliege an den Platz, wo die Studentin am Tisch sitzen wird. Sie wollte es doch gerne so, oder?

Im Eingangsbereich im Erdhügel. Es ist Mittagszeit, eine Zeit vor den Ferien; es sind nur noch die BetreuerInnen/Angestellten anwesend. Eine angenehm träge Wärme steht im Raum. Es ist ganz still geworden. Leise gehe ich hinaus – dorthin, wo normalerweise der Innenhof liegt.

Inzwischen betrat ich einen weiteren Raum. Es ist ein kleiner fensterloser Vorraum mit nach innen geöffneter Tür, durch die ein wenig Licht fällt. Direkt an der Tür stehen zwei Halbwüchsige. Einer von ihnen ist dunkelhaarig und blass, der andere unscheinbar. Ich weiß, dass der Dunkelhaarige bereits zwei leere 1,5l PET Flaschen an der Leergutannahmestelle abgab. Als ich eintrat, ließ er ganz schnell eine weitere leere Flasche hinter seinem Rücken verschwinden. Ich bemerkte es: eine leere River-Cola. Offenbar sind die mit den drei Flaschen verbundenen 45 Cent Pfand derartig nachteilig für den Jungen, dass er die dritte Flasche vorenthalten will. Das ist nicht gut. „Gib mir die Flasche. Ich gehe eh gerade rüber. Dann erledige ich das für Dich“, biete ich an. Nur widerwillig überlässt er sie mir.

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