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Peanuts und Kerzeninnenlicht

Traum:
[...] und ich gehe zu dem Tischchen und halbfreiem Himmel. Während ich sonnenbraunen Puder auf mein Gesicht auftrage, bemerke ich, dass ich zu viel Gesichtspuder aufgetragen habe und wische es ab. Der Puder ist mit Glimmerstaub vermischt, was bei sparsamen Gebrauch vielleicht frisch aussähe. So sieht es einfach nur bescheuert aus. Ein jeder sieht sofort, dass ich mir von dem Puder genommen habe, der mir gar nicht zusteht. Mit feuchten Händen wische ich das Überschüssige aus der Augenpartie. Dabei bemerke ich den meeresgrünen Lidschatten, der ebenfalls leicht schimmert. Ach, ich wische alles fort, ohne dass es mir gelänge und denke mir dabei: Es war ja völlig sinnlos, mich zu pudern, wenn ich nun alles fortwische!

Ich trete an das Fenster eines Kiosks. Die Verkäuferin – eine Alteingesessene – verkauft mir bereitwillig zwei Knöpfe; so als seien es Andenken. Nachdem ich bereits den ersten Knopf – ein sehenswertes Einzelexemplar – sorgsam in die passende Aussparung eines grauen Filznäpfchens verstaute, wiederhole ich dies mit dem zweiten Knopf. Der zweite Knopf scheint aus Schiefer zu sein, weist eine ovale, in sich leicht gewellte Form auf. Auch diesen schiebe ich vorsichtig in eine kleine Aussparung aus Filz, überlege noch, dass ich ihn mit einer stumpfen Stopfnadel vielleicht besser handhaben könnte, aber da ist es bereits erfolgreich vollbracht. Die Kiosktante nickt anerkennend.

Links neben dem Kiosk, ein paar Schritte weiter vor, stehen einige lange Biertische. Ein paar Leute sind hier, treffen Vorbereitung für eine Feier. Ich bemerke, dass alle Tische über und über mit etwas bedeckt sind. Vielleicht ist es Laub oder es sind Nüsse – ich kann mich nicht erinnern. Wie auch immer, ich sammele alle vorhandenen salzigen Erdnüsse in eine graue Filzschale. Dann verteile ich diese auf drei Filzschalen. Es ist nicht viel, die Schalen sind kaum gefüllt. Dennoch finde ich Gefallen daran, denn die Filzschalen sind sonderbare Unikate, die auch leer noch wohlgefällig die Augen auf sich ziehen dürften. Diese Schalen verteile ich an verschiedenen Tischen und gleichzeitig einzig und allein auf einem langen überdachten Tisch.
Zurück am Tisch, wie zu Beginn. Einige Kerzen stehen beisammen, können noch auf alle Tische verteilt werden. Es sind kleine Kerzen. Ich nehme eine eiförmige Kerze. Sie fühlt sich so besonders und zerbrechlich an. Sie leuchtet von innen! Daneben eine ganz feine Kerze, kaum dicker als ein Streichholz. Auch sie leuchtet innerlich. Sie ist schön; ich bin versucht, sie sofort anzuzünden! Aber wie schnell wäre sie abgebrannt… Nein, es ist klüger zu warten, bis alle Gäste erschienen sind. Dann haben alle etwas davon. Bald habe ich eine Auswahl an Kerzen verteilt und spüre nun eine ganz zarte Freude in mir.

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