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Mulattin mit Moorwasser im Zinnkrug

Traum:
Auf der Straße in Richtung Grasberg unterwegs. Moina sitzt am Steuer des Transporters, ich neben ihr auf dem Beifahrersitz. Ich bin etwas in Sorge, ob sie das Fahrzeug alleine führen kann. Bereits im nächsten Augenblick finden wir uns zu Fuß am linken Straßenrand wieder. Genauer gesagt, am unteren Ende der mit Gras bewachsenen Böschung; am Rand einer Wiese. Moina robbt, ganz flach liegend, über das langhalmige Gras. Das scheint mir eine ziemlich anstrengende Sache zu sein und ich überlege… Auf halber Strecke kommt eine hübsche pralle Mulattin und legt ihren schokobraunen kleinen Jungen zu Moina ins Gras. Ein propperes Kerlchen. Er robbt nun ebenfalls mit. Von oben wirken seine Bewegungen ähnlich denen eines schwimmenden Frosches. Dann gelangen wir alle an das Ende der Wiese: ein privater Fahrweg, der zu einem ländlichen Haus führt, kreuzt. Wir kehren um. Im gleichen Moment schüttet die Mulattin Wasser aus ihrem großen Zinnkrug, den sie bei sich führt. Wie in einem Graben füllt sich ein Streifen entlang der Böschung mit dem Wasser – hellbraunes Moorwasser; wie in der Kindheit bei den Großeltern. Immer mehr Wasser, so als sei der Krug unendlich gefüllt. Das lange Gras ist mit Wasser bedeckt und nun ist es viel leichter für die Kinder, denn es sind Schwimmbewegungen möglich, die ein besseres Vorankommen ermöglichen. Ich folgen den Kindern, wobei ich stets eine niedere Perspektive habe, obwohl ich mich nicht erinnern kann, mich anders als gehend fortbewegt zu haben. Das Wasser steigt stetig. Moina ist einige Meter voraus, mein Blick von der Mulattin und ihrem Jungen etwas versperrt. So keimt Sorge auf, Moina könnte in dem anschwellenden Wasser ertrinken. Unruhe macht sich breit und trotz rücksichtsvollen Bemühens komme ich nicht an der braunen Mutter vorbei. Moina ist gar nicht mehr zu sehen. Wo ist sie? Aber dann nähern wir uns dem anderen Ende der Wiese. Dort sitzt Moinas Papa auf einem Stuhl (in typischer Großvater-Pose). Sein Blick ruht auf seinem Kind. Ich bin erleichtert – dann ist ja alles gut. Ich sehe nun auch Moina. Wenige Meter vor dem Ende des schmalen Wassergrabens lässt sie sich, mit geschlossenen Augen und auf dem Rücken liegend, im Wasser treiben.

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