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Tiger und bedrohliche Waschmaschine

Traum:
Hinter meinem Rücken läuft bereits seit einiger Zeit eine Radio- oder Fernsehsendung. Erst jetzt, als ich höre, dass meine Schwester moderiert, werde ich darauf aufmerksam. In diesem Augenblick kündigt sie an, dass F. Stoll die Moderation übernimmt. Ganz schnell drehe ich mich um, damit ich den Rest der Sendung noch mitkriege, aber es ist zu spät; die Sendung ist beendet. Echt schade, dass ich das verpasst habe.

Mit einem frischen Krankenhaus-Schlafanzug bekleidet, mache ich mich auf den Weg, gehe einen längeren Gang entlang, der vielleicht über einen verlassenen Saal hinweg führt. Dabei kommt ein Bild hoch – ich nehme es im linken Blickfeld wahr; etwa auf Höhe der Schläfe: ein prachtvoller Tiger kommt auf mich zu. Seine Schritte sind besonnen und gemächlich. Die zu erwartende Begegnung mit diesem kraftvollen Tier ängstigt mich etwas. Ich durchquere einen weiteren Raum und wieder kommt dieses Bild mit dem entgegen kommenden Tiger. Inzwischen haben wir uns einander genähert, es wird nicht mehr lange dauern, bis die reale Begegnung stattfindet. Möglich, dass mir jetzt mulmig wird.

Ich habe das Bett erreicht. Es ist ein Krankenhaus-Bett. Zwei weitere Betten mit Schlafenden stehen im Zimmer. Ich sitze auf der Bettkante, beide Hände um die Matratzenkante gelegt. Da höre und spüre ich es: das Vibrieren der Waschmaschine im Schleudergang. Immer durchdringender dröhnt es aus dem Keller hinauf. Oh nein, die Waschmaschine ist in Gang geraten! Angst erfüllt mich. Das Geräusch der Waschmaschine wird immer lauter, immer näher, immer durchschüttelnder! Langsam schwillt die die Angst zu Panik an. Als ich nun unter den Fingerspitzen meiner rechten Hand einen sich ausdehnenden Wasserfleck spüre, das Schleudergeräusch zu einem Getöse anschwillt, erfasst mich unsägliches Grauen… Bald wird mich die Waschmaschine überwältigen. Als ich überlege, dass nichts anderes Sinn macht, als sich dem Schicksal zu ergeben, bemerke ich, wie sich die ganze bedrohliche Unruhe aufzulösen beginnt. Oder bilde ich mir das nur ein?

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