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Bücher mit indischen Schriftzeichen

Traum:
Ortsempfinden: wie Seiteneingangsbereich am älteren Haus.
Von rechts kommt eine Frau geeilt. In ihren Händen hält sie mindestens zwei Metallstäbe. Diese glänzen silbern, sind gut zwei Meter lang, am oberen Ende wie zu einem Gehstock gebogen. Das untere Ende weist ein Schraubgewinde auf. Obwohl unpassend, so kommt mir ‚Hirtenstab’ in den Sinn. Links neben mir eine Frau – ein paar Jahre älter als ich. Wir sollen jede einen solchen Stab an uns nehmen – völlig unverbindlich, nur zum Probieren, ob es uns gefällt. Ich zögere, mag so etwas nicht – die Sache hat doch einen Haken?

Einige Schritte weiter rechts, am Rande des Grünstreifens, steht ein Tischchen mit Büchern. Die Frau, die mit den Stäben vorbeiging, hat dort Bücher zur Ansicht ausgelegt. Wieder zögere ich… hab ich nämlich einmal ein Buch in die Hand genommen, und es erscheint interessant, so will ich es kaufen. Oder aber ich fühle mich allein dadurch, dass ich dieses kostenlose Leseangebot nutze, in gewisser Weise zu einem Kauf verpflichtet. Okay, diese Verpflichtung bereite ich mir selbst, nichtsdestotrotz wird es mit unangenehmen Gefühlen verbunden sein, mich davon nicht leiten zu lassen.

Ich bin neugierig, die Bücher sprechen mich von der Aufmachung her an. Ein schöner Einband in Nachtblau. Eine Reihe von indischen Schriftzeichen in etwas hellerem Blau. Das Material fühlt sich angenehm an und es riecht gut. Ein wenig erinnern die Bücher an ein Bachblütenbuch, das ich habe – allerdings hat das einen grünen Einband. Nun nehme ich doch eines der Bücher und lese auf der Rückseite. Hm, aha, es geht um das Thema ‘Anima und Animus’ – spirituelle und mystische Betrachtungen. Noch während ich diese Beschreibung lese, erlahmt mein Interesse. Das Thema an und für sich finde ich sehr spannend, nur habe ich die Befürchtung, in diesem Buch auch wieder nur populärpsychologische Abhandlungen zu finden. Ich suche aber neue Erkenntnisse. So lege ich das Buch zurück und gehe weitere Schritte nach rechts. Die Frau an meiner linken Seite folgt mir.

Als wir nun in eine kleine Drogerieabteilung gelangen – die Tuben und Tiegel haben das gleiche Blau wie die Bücher – spricht die Frau mich an: „Sie nehmen kostenlose Probieraktionen wohl nicht an?!“ So wie sie fragt, bekomme ich das Gefühl, es sei nicht richtig, diese Möglichkeiten grundsätzlich in den Wind zu schlagen. „Ja, bestätige ich, meistens mache ich es nicht. Mir behagt es nicht, damit in Versuchung geführt zu werden.“

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