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Sichelförmiger Flaschenöffner mit Messerrädchen

Martinskrankenhaus
Nachtrag: Ich sehe erst jetzt – einen Tag später – dass ich hier ( und auch hier) einen bemerkenswerten Verschreiber hatte. Es sollte Marienkrankenhaus heißen! Interessant insofern, als dass vor nicht langer Zeit der Name Martin eine Traumrolle spielte.

Traum:
Mike und ich dringen unberechtigt in eine fremde Wohnung ein. Dafür gibt es Beweggründe, die wir nicht kennen. Aber wir wissen, dass die Luft hier gerade rein ist; fühlen uns also relativ sicher bei unserem Tun.
Über einen kleinen Flur gelangen wir in ein Wohnzimmer. Gleich rechts neben der Tür ein Tischchen. Dort liegt ein Flaschenöffner, den ich aus der Halterung nehme. Der Flaschenöffner ist sichelförmig, aus schwerem Metall wirklich hübsch gearbeitet. Er liegt schwer in der Hand. An einem Ende befindet sich ein Schneiderädchen, am anderen Ende sein Gegenstück: die Scheide. Mit dem Flaschenöffner in der Hand folge ich Mike, der gerade die Tür zu einem kleinen Balkon öffnet. Er ist im Begriff, kurz hinaus zu treten. Ich überlege… vielleicht lege ich den Flaschenöffner besser zurück. Mit seinem scharfen Rädchen könnte es in einem unüberlegten Augenblick oder während eines Tumults unbeabsichtigt zu Verletzungen kommen. Die Sache ist mir zu riskant. Da hören wir Geräusche.

Die Bewohner kehren unerwartet früh zurück! Ein kurzer unentschlossener Moment… soll ich jetzt noch schnell das Messer zurücklegen? Ich versuche es, bekomme es so schnell nicht in die Halterung zurück. Egal, dann lege ich es lose drauf und hoffe, dass es nicht auffällt oder die Bewohner glauben, es selbst so hinterlassen zu haben. Der Balkon bietet mit seinen großen Fenstern zum Wohnraum kein gutes Versteck. Also, schnell hinter die Couch! Ich krabbele zuerst; Mike mir hinterher. Körperlos stehe ich gleichzeitig vor der Tür zum Flur und sehe eine Frau mit Kopftuch und ihrem Kind eintreten. Wieder zurück im Körper hinter der Couch stelle ich fest, dass hier weniger Raum ist, als ich anfangs vermutete. Ich dränge mich in die hinterste Ecke, damit auch Mike verborgen bleiben kann. Zu eng; ich schiebe ein kleines Beistelltischchen aus Plexiglas aus der Reihe. Ein Fernseher steht drauf, er böte Blickschutz, aber das schmale Tischchen… Selbst wenn die Frau uns übersähe, das krabbelnde Kleinkind wird uns bald entdecken. Es ist nur eine Frage der Zeit. Erstaunlich ist, dass ich dennoch ganz gelassen bleibe.

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