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Der riesengroße Mann

Traum:
Wie bereits einige Male zuvor sitzen einige Leute und ich zum geselligen Lernen beisammen. Heute geht es zu Ende. Während wir unsere Sachen packen, geht der Dozent umher und verteilt die übrig gebliebenen Honigportionierer. Mir gab er bereits eines: ein Stäbchen aus lasiertem Bambusholz mit zwei ineinander verschränkten ovalen Ringen am oberen Ende, die den Honig halten sollen. Nachdem der Dozent eine Runde gemacht hat, sind immer noch ein paar dieser Portionierer in seiner Hand; allerdings nur noch solche aus rotem Plastik. Er fragt, ob ich so eines haben möchte. „Nein danke, ich habe ja schon einen.“
„Nimm es dazu!“, bietet er an.
Naja, warum eigentlich nicht – für den Notfall oder so.

Aufbruch. Unentschlossen stehe ich da – welchen Weg soll ich nun einschlagen? An der gegenüberliegenden Seite des Raumes sitzt der Dozent mit zwei Teilnehmern am Tisch. Eigentlich sollte ich hingehen und mich persönlich von ihm verabschieden. Allerdings befürchte ich Eifersüchteleien seitens der anwesenden Teilnehmer, wenn ich ihm so viel Aufmerksamkeit schenke. Auf so etwas Ungemütliches habe ich keine Lust; weshalb ich mich ohne Abschied auf den Weg mache.

Es ist ein schmaler Gang, der aus dem Lernzimmer fort und zur Tür des Klassenzimmers führt. Dieser Gang ist ein Weg im Wald. Von hinten nähert sich einer der Teilnehmer und spricht mich wegen meiner Überlegungen zum Abschied an. Wir unterhalten uns also darüber. Huch, ist der Mann groß! Sicherlich gut 2,20 m. Während des Gesprächs schaue ich ihn, er geht an meiner linken Seite, mehrmals an. Mit jedem Male wird er größer und ich überlege, dass es sicherlich nicht angenehm ist, so groß zu sein – so auffällig, dass man vermutlich oft angestarrt wird.
Mann, der ist aber echt groß! Der ist viel größer als diese üblichen großen Menschen; mindestens drei Meter groß! Ob das ein glückliches Leben ist? An seiner Seite geht ein recht großer Hund mit hellem Fell. Ein solch großer Hund würde mir normalerweise großen Respekt , um nicht zu sagen: Angst , einflössen. Aber in Anbetracht der immensen Körpergröße des Mannes verliert diese Angst an Bedeutung. Eher ist es die Größe des Mannes, die mir langsam Angst einjagt!

Der Mann geht nun hinter mir, beugt sich über meinen Kopf hinweg, um mir ins Gesicht zu sehen, während ich erzähle. Er ist so groß, dass er – so hinter mir stehend – seinen Kopf vor meine Füße bringen könnte, ohne dass ich mich ducken müsste. Mir wird jetzt richtig mulmig zumute…

Dann erreichen wir das Ende des Ganges und gelangen an die zuvor erwähnte Klassenzimmertür. Hier treffe ich wieder mit dem Dozenten zusammen. Er ist in Begleitung zweier Frauen. Eine der Frauen trägt vier Weingläser in der Hand, die von Folie fest zusammengehalten werden. Der Dozent nimmt sich eine Flasche Rotwein und schaut mich eindringlich an. Er möchte, dass ich es sehe: wenn ich ihn ignoriere, dann vergnügt er sich eben mit den anderen Frauen. Sein Blick ist weich, seine Augen feucht, die Lidränder gerötet.

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