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Vor der Reise durch den Tunnel

Traum:
Es wurde bereits einmal versucht, Mikes Reisegepäck zu stehlen. Zum Glück hatte er es rechtzeitig bemerkt.

In einem merkwürdigen Raum sitze ich mit den Älteren zusammen. Sie schauen mich besorgt an, da sie an die bevorstehende Reise denken, die Mike, Moina und mich nach Hause, nach Frankfurt, bringen wird. Ganz unbekümmert will ich ihnen die Sorge nehmen und sage: „Ach, wir fahren doch dieses Mal mit der Bahn! Macht euch mal keine Sorgen, die bringt uns sicher hin.“ Nach fünf Stunden Zugfahrt dürften wir zuhause sein.

Der Ältere berichtet von Unruhen, wie es in den Nachrichten angekündigt wurde. In der langen Tunnelpassage würden Ganoven die Bahn anhalten, die Beleuchtung ausschalten und im Schutze der Dunkelheit die Koffer der Reisenden plündern.
Oh nein! Ich spüre die Bedrohung, die von einer solchen Situation ausgehen dürfte. Und dann in dem langen Tunnel… keine Möglichkeit zu entrinnen! Ausgeliefertsein! Und sollte man sich zur Wehr setzen, muss man womöglich mit Gewalteinwirkungen rechnen! Oje, davon wusste ich ja noch gar nichts!! Wie wahrscheinlich ist es denn, dass so etwas eintritt?

Ich werfe einen Blick aus dem Fenster. Dort draußen der Vorplatz eines Hauptbahnhofs. Mike kommt gerade aus dem Haupteingang. Er holte die Koffer aus dem Schließfach, um unsere Abreise vorzubereiten. Nun stellt er fest, dass sein kleiner Koffer geplündert wurde – er ist völlig leer! Darin hatte er seinen aktuellen Traumordner und einige Souvenirs aufbewahrt, die wir gemeinsam erstanden haben. Alles weg! Mike wird total wütend und beschimpft den Ganoven laut und ungehemmt. Etwas weiter weg – ich stehe einige Schritte entfernt von Mike hier – sitzen zwei Frauen, die einander sehr ähnlich sehen, auf einer Mauer. Eher mit dem Rücken zu mir, aber sie schauen sich verstohlen um. Sie sind mit unseren Souvenirs bekleidet. Das heißt, sie tragen Kleidung in den Farben Mattgold und Creme. Sie genieren sich noch nicht einmal, schauen neugierig und missgünstig zu mir.

Dann stehe ich wieder bei Mike und ein Gefühl tiefster Betroffenheit durchfährt mich, als ich in den leeren Koffer blicke. Vor allem der Ordner mit den Träumen ist durch nichts zu ersetzen. Es ist so schrecklich, ein solcher Verlust – es tut mir so sehr leid für ihn. Es schmerzt so sehr, dass ich noch nicht einmal weinen und keine Worte des Trostes für ihn finden kann.

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