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Herbstliche Erdbeerernte

Traum vom 5. November 2009
Klamme Witterung. Frühmorgens an der Bushaltestelle in Viehland. Der Bus lässt auf sich warten, während sich immer mehr Menschen schweigend dazu stellen. Zufällig, als ich mich einmal umdrehe, bemerke ich im erhöhten, von einer Steinmauer umfassten Beet am Straßenrand, einige Haufen dicker vollreifer Erdbeeren. Ganz offenbar wurden sie gestern geerntet, aber neben den Pflanzen liegen gelassen. Alle Erdbeeren sind bereits ohne Stiel und Sternchen. Ich essen ein paar davon – mh, saftig und aromatisch. Man sieht, dass sich auch andere genommen haben, denn ein Haufen wirkt viel flacher. Nach dem Naschen halte ich das rote Schälmesser noch in der Hand und überlege. Es muss in die Hosentasche. Das ist unangenehm, weil erstens: peinlich, dass mich die Gier dahin trieb, ein Messer zu nehmen, um die Früchte zu nehmen. Zweitens, weil ich die Klinge ohne Schutz am Körper liegen haben werde. Und drittens, weil noch ein Rest Saft an der Klinge haftet, den ich nur ungern in meine Kleidung bringe. Und ist es nicht merkwürdig, dass eine solch üppige und vollfruchtige Ernte einfach ungeschützt über Nacht liegen blieb? Dass es überhaupt zu dieser Jahreszeit noch so viele Erdbeeren zu ernten gibt? Die Besitzer wissen ja um die Bushaltestelle und dass die Wartenden einfach zugreifen können. Ich schätze mal, es sind sehr großzügige und freigiebige Bauern.

Traumpfad:
Cancan tanzende Erdbeernixe

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