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Hindernisse auf dem Marktplatz

Traum:
Am Morgen. In der Stadt wird der Wochenmarkt aufgebaut. Gemeinsam mit Valerian gehe ich über den Platz, wo die Händler mit ihren Ständen beschäftigt sind. Von hinten nähert sich ein älterer Araber, legt in vermeintlich freundschaftlicher Geste den Arm um Valerians Rücken und fragt: „Na, wie gehen die Geschäfte?“ Währenddessen greift er in die Tasche, die unterhalb der Taille auf dem Rückenteil von Valerians Jacke eingearbeitet ist. Valerian vergaß den Reißverschluss der Tasche zu schließen. Der Araber greift, so erahne ich, das Portemonnaie um es an sich zu nehmen. Erschrocken frage ich Valerian: „Hast Du Dein Portemonnaie da drin? Er will es Dir gerade nehmen!“ Der Araber hat es bereits halb herausgezogen, schaut mich mit einem bösen Blick an, dass ich Unannehmlichkeiten auf mich zukommen sehe. Dennoch halte ich seinem Blick stand. Dann lässt er doch noch ab und verschwindet. Zu Valerian sage ich, er solle vielleicht besser darauf aufpassen. Dann trennen sich unsere Wege. Er geht hier weiter und ich gehe über den Marktplatz zurück, um diesen an anderer Stelle zu verlassen.

Ein Kellner richtet Tische und Bänke – Bierzeltgarnituren – für die Gäste. Nicht erst an dieser Stelle fällt mir auf, wie sehr die Anbieter für Abgrenzung sorgen. So auch hier: es gibt kaum eine Möglichkeit, diesen Bereich zu verlassen. Dort, wo eine Möglichkeit ist, steht eine Bank quer davor geschoben. Ich bahne mir dennoch einen Weg.

Am Rande des Marktplatzes – nahe an einem Wohnhaus – steht eine Hausfrauliche und rezitiert lange einfache Gedichte. Sie hat eine wohlklingende Stimme; unaufdringlich und klar. Sie macht das sogar gut. Dennoch mag ich keinen Gefallen daran finden. Ich finde es zu anspruchslos. Neben ihren Füßen steht ein kleines Hütchen und wartet auf kleine Gaben. Eine Frau steht neben ihr, beobachtet neugierig, ob und wie viel ich gebe. Doch ich gehe direkt an ihr vorbei, ohne Geld zu geben, obwohl ich überlegte, es zu tun. Es wäre aber unehrlich gewesen. Wobei ich gleichzeitig ihren Mut bewundere, sich hier hinzustellen. Um hier den Marktplatz zu verlassen, müsste ich nur an dieser flachen Dornenhecke vorübergehen, die den schmalen Weg säumt. Aber die Hausfrauliche versperrt den Weg. Anfangs denke ich, in der Hecke hängenzubleiben. Aber wie von Zauberhand gelingt es mir dann doch noch, diesen Engpass ohne Verletzungen hinter mich zu lassen.

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