Home » Traumtagebuch » Schwebeübung am kühlen Grunde

Schwebeübung am kühlen Grunde

Traum:
Ein Hallenbad im Jugendstil. Klamm, grau, nur trübes Tageslicht, Ernsthaftigkeit. Das Wasserbecken erinnert an einen See – rund, mit seichtem Rand. Auf einem alten Hochstuhl aus Eichenholz sitzt die Bademeisterin. Eine ältliche Frau mit nüchtern-bleicher Haut, strengen Gesichtszügen und dunklen Haaren (Jungfrau/Steinbock). Sie überwacht die Einhaltung des Hallenbadplans; schaut nahezu unbewegt und unberührt dem Treiben zu.

Es ist soweit. Kurz nach der Mittagszeit wird das Wasser aus dem Badebecken gelassen. Für eine Stunde. Danach wird es wieder eingelassen. Während dieser Wartezeit stehen die Badegäste herum und warten ab. Die Badegäste sind schmale Gestalten mit weißer Haut, altmodischer, dunkler Badekleidung und grauweißen Badekappen. Ganz still und gleichmütig stehen sie da, was vermuten lässt, dass es hier nie anders war. Auch während dieser Stunde verharrt die Bademeisterin bewegungslos in ihrer Position. Die Sache finde ich verblüffend. So viele Badegäste, das Bad ist nicht geschlossen… unverständlich, dass das Wasser dennoch genommen wird.

Ich vertreibe mir die Wartezeit mit kleinen körperlichen Übungen. Ich liege auf dem Rücken – übrigens ebenfalls in einem altmodischen dunklen Badeanzug – habe die Beine an die Brust gezogen. Nun strecke ich sie kurz und ruckartig, sehr schnell hintereinander. Dadurch hebt sich mein Körper einige Zentimeter über den Boden. Die Bewegungen müssen sehr kurz und schnell ausgeführt werden, nur solange bleibe ich dem harten Boden enthoben. Das ist nicht einfach und schon bald spüre ich wieder den Fußboden im Kreuz. Das macht aber nichts, denn es ist eine kurzweilige Beschäftigung und ich finde den Effekt einfach spannend. Außerdem bin ich neugierig drauf, ob ich das Schweben noch einmal wiederholen kann.. Auffällig ist, dass ich in einem flachen Becken liege und sogar das Wasser spüre, was eigentlich nicht sein kann, da ich außerhalb des Beckens liege und ja eh kein Wasser im Becken ist.

Die Wartezeit ist vorüber, die Becken werden gefüllt. Ich stehe auf, mache mich auf den Weg und überlege, dass das frisch eingelassene Wasser sicherlich noch kühl sein wird. Hm hm…Aber ach, egal, es wäre schließlich Unfug, wollte ich jetzt noch abwarten bis das Wasser warm geworden ist.

Tags: