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Benebelt

Traum:
Der Esstisch steht längs vor einer Reihe von Fenstern, die einen Blick in eine unbekannte Gegend gewähren. Ich sitze an diesem Tisch, die Fenster rechts von mir. Abenddämmerung – mondnachtblau. Eine Tür, zu einem Zimmer nebenan, öffnet sich und ein älteres Ehepaar – Ruheständler – kommen heraus. Für das Ehepaar ist mein Raum eine Durchgangsraum, wenn sie ihre Wohnung verlassen und zum Treppenhaus gehen. Offenbar sind es Gäste in dieser Stadt. Sie sagen: „Es ist nebelig draußen.“ Es hört sich an, als sei das für sie unerwartet.
„Ja, ist es nebelig?“, frage ich sie, denn schließlich weiß ich doch gar nicht, in welcher Stadt sie leben. Es kann ja sein, dass die Wetterlage dort ganz anders ist als hier.
Der Mann schaut mich wortlos und irritiert an, was wiederum mich irritiert. Aber da sind sie schon fort.

Später. Das Ehepaar kehrt zurück und der Mann sagt, während sie bei mir am Tisch vorübergehen: „Draußen ist ein wenig Nebel.“ Dann verschwinden sie wieder in dem Zimmer nebenan. Erst jetzt, in diesem Augenblick, fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Das Ehepaar lebt in meiner Wohnung! Ich brauche nur aus dem Fenster zu schauen, dann kann ich selbst den Nebel sehen, von dem der Mann spricht. Nur sehe ich den Nebel nicht.

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