Home » Traumtagebuch » ‘Der’ alte Ziege

‘Der’ alte Ziege

Traum vom 7. November 2009
Von Trommelrhythmen angelockt, trete ich in die Räumlichkeiten. Eine vergnügte Veranstaltung. Es wird auf verschiedensten Trommel getrommelt und auf der kleinen Tanzfläche wirbeln junge Zigeunerinnen in Tüllkleidchen in den leuchtendsten Farben herum. Anfangs scheint mir, es seien nur aktive Trommler und Tänzerinnen erwünscht, dann aber komme ich auf den Gedanken, dass Mitklatschen ja auch eine aktive Teilnahme ist, die durchaus erwünscht sein wird. Auf dem Weg zum Geschehen gibt mir eine der entgegen kommenden Frauen eine Spende von 4€ für eine Trommel. Das ist echt nett! Dann aber kommt mir eine Frau entgegen, die sich an etwas stört und das auch anspricht: „Sie sind viel zu schwer für diesen Tanz!“
„Ja“ stimme ich zu und ergänze lebhaft: „Ich habe schon 12kg abgenommen, da schaffe ich auch noch den Rest.“
Daraufhin zeigt sich die Frau zufrieden und reicht mir eine Spende über 3€. Ich finde es bemerkenswert, dass hier für Menschen ohne Trommel gespendet wird.
Gemeinsam mit einem der Mädchen von der Tanzfläche gehe ich eine Treppe hinauf, in die Privaträume. Oben angekommen – genauer in der Küche der Älteren – stelle ich die alte männliche Ziege in der Küche ab. Es ist eine ganz alte Ziege mit grauem Fell, breiten Flanken, kräftigem Leib aus dem dennoch die Hüftknochen herausstaken. Eine bodenständige gemütlicher Ziegerich. Ich weiß, dass der Ziegerich gut 7 Kilo (unrealistisches Gewicht bei dem Format) wiegt und sieben Jahre alt ist. Nach nur wenigen Minuten fällt mir etwas ein: Zu blöd, dass ich vergesse habe, den Ziegerich vor dem Hinauftragen pinkeln zu lassen! Oje, was tun?
Ich könnte die Ziege wie ein Kind über der Toilette abhalten. Nein, dafür ist die Ziege wohl doch zu schwer. Wir könnten die Ziege aber aufrecht wie einen Mann vor das Toilettenbecken stellen, nur habe ich Zweifel, ob die Ziege da wirklich begreift, was wir von ihr wollen. Vielleicht richtig auf die Toilette setzen? Nein, das geht bestimmt daneben. Ah, vielleicht eine bessere Idee: das blaue Badelaken auf dem Küchenfußboden ausbreiten und die Ziege einfach pinkeln lassen. Der Stoff nimmt die Flüssigkeit auf und ich muss nachher nur noch Überschüssiges aufwischen. Na, so wirklich doll ist die Idee auch nicht… Am besten ist, wir tragen sie wieder runter und raus. Ich stelle mir vor, wie ich sie auf den Armen vor meiner Brust die Treppe hinunter trage… Nein, das ist zu schwer, das halte ich im Rücken nicht aus. Nun habe ich aber doch noch eine wirklich gute Idee! Ich klemme mir die Ziege einfach unter den rechten Arm. So kann ich meine Kraft am besten einsetzen, das Gleichgewicht halten und die Ziege mit Leichtigkeit nach unten befördern. Gut!

Tags: