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Dickes Buch und Bademode für Dicke

Traum:
In einem Aldi-Markt. Das Sortiment zeigt sich verändert; vor allem die Produktpalette ist deutlich verringert. Die Regale sind zwar gefüllt, aber es gibt kaum Auswahl. Mir gefällt nichts davon. Ich erreiche den letzten Gang, der zur Kasse führt. Hier haben sich lange Warteschlangen gebildet. Ich gehe zurück, schaue mich nochmals um. Mir begegnen zwei ältere Frauen. Ich halte ein Set mit drei Sonnentops – vanillegelb, weiß und rosa; am Ausschnitt mit Stickereispitze besetzt – in der Hand. Eigentlich hatte ich sie schon erworben, aber ich überlege es mir anders und werde sie hier lassen. Was soll ich damit, sie gefallen mir gar nicht. Okay, die beiden Frauen sollen das nicht unbedingt bemerken. Diese Überlegungen machte ich in einer Nische, zwischen Ladenwand und einem aufgeschwungenen Türblatt. Ich verlasse zügig diesen verborgenen Ort und gehe zielstrebig, darauf hoffend, dass die beiden Frauen mir nicht folgen und es sehen.

Als ich zurückkomme, finde ich mich in einem Gespräch mit einer der Frauen wieder – sie ist eher streng und mütterlich; hat sicherlich ein hartes Leben hinter sich. Ich erzähle ihr, dass ich nur Bücher mit 450 Seiten lese. Es ist so, als habe ich gar keine Bücher mit anderer Seitenzahl in meinem Besitz. Ich lese nicht deshalb 450 Seiten-Bücher, weil ich das für richtig oder sinnvoll halte, sondern es ist einfach so – ohne Grund. Ja doch, es gibt eine Ausnahme! „Derzeit lese ich das Buch Seminare: Traumanalyse von C.G. Jung.“ Ich habe den dicken Wälzer direkt vor Augen. Es ist ja wirklich kaum zu glauben, dass ich das lese. Sicherlich wirke ich unglaubwürdig, aber muss ich mich denn wirklich beweisen wollen? Ach nein… nein…
Draußen, unter freiem Himmel, wie in einem Wäschegarten, begegne ich der Frau nochmals. Sie probiert gerade Badeanzüge an. So tief im Innern scheint mir das eine lustige Sache zu sein. Es sind nämlich ungewöhnliche Badeanzüge für Dicke. Deshalb haben diese Anzüge auch lange Ärmel, die die fülligen Körperteile einhüllen sollen. Teils sind die Ärmel sogar trompetenförmig; oder der Stoff ist in Plisseefalten gelegt, die sich unbeschwert über den Ärmelbündchen entfalten. Zum Teil sind die Badeanzüge aus geschäumtem Neopren hergestellt. Sehr interessant vor allen dann, wenn das Gewebe in Falten liegt. Ausgefallene Tauchermode für Dicke. Was es nicht alles gibt auf der Welt.

Im Traum ein leichtes Gefühl des Unbehagens, obwohl da nichts Benennbares wäre, an dem ich das Gefühl festmachen könnte.

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