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Kenos Haus verblasst im Sturm

Traum:
Zu Gast in einem frei stehenden Haus. Als ich durch die Terrassentür an der rückwärtigen Hausseite schaue, zieht es mich hinaus. Gleich als ich hinaustrete, bemerke ich ein benachbartes Haus, das bisher von üppigem Grün verborgen wurde. Ein kleines eindrucksvolles Häuschen aus handbehauenen quarzgrauen Quadersteinen – es ist so schön! Es mutet ein wenig englisch, vielleicht auch irisch an. Übergangslos weiß ich, dass es Kenos Haus ist. Direkt über meinem Kopf wippt ein goldgelb belaubter Ast und verwehrt mir in Abständen die Aussicht, so dass immer nur ein kurzer Blick auf das Haus zu erhaschen ist. So trete ich einige Schritte nach links, bis fast an die Hausecke, und bleibe mit dem Rücken zur Hauswand stehen. An diesem Punkt habe ich einen freieren Blick auf das Haus, das mir als berauschend schön erscheint. Dazu – aus meiner Sicht – von diesem goldgelb leuchtendem Laub umrahmt… so wunderbar. Das muss ich fotografieren!

Als ich durch den Sucher blicke, kommt ein kräftiger Wind von hinten auf. Anfangs halte ich dies für einen glücklichen Umstand, da bei jedem Windstoß das Geäst mit dem Laub beiseite weht und somit eine gute Aussicht auf das Haus gewährt wird. Schlagartig gewinnt der Wind an Stärke, wirbelt kräftig und reißt die Zweige mit dem Laub fort! Schlimmer noch: In Windeseile schwindet alles, Kenos Haus verblasst vor meinen Augen. Es löst sich auf und ich gewinne den Eindruck, dass es nichts mehr gibt, was sich in irgendeiner Form festhalten ließe. Der Sturm braust heftig um die Ohren.

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