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Mimikry und Camera Cleaning im Staudengarten

Traum:
In der Nacht. Moina und ich erreichen einen Staudengarten oben auf einem Berg. Es ist wundervoll anzusehen. Blühende Stauden in mehreren Beeten angeordnet. Faszinierend, den Blick auf sich ziehend ist ein Effekt, der mich geradezu sprachlos macht. Das leichte Fluoreszieren der Pflanzen bewirkt den Eindruck, dass hier immer gleiche Windmühlen – oder Lokomotiven wie auf Schmetterlingsflügeln gemalt – in den Beeten stehen! Dabei werden diese Bilder nur durch die unterschiedlichen Farbbereiche geformt, die die Pflanzen ausstrahlen. Vor allem ein schwarzer Kranz in Violett fällt mir ins Auge. Jedes Beet zeigt genau dieses Motiv; völlig unabhängig davon, wie weit sich die jeweiligen Stauden entwickelt haben. Das ist so wundervoll, dass ich unbedingt ein Foto davon machen will! Als ich einen geeigneten Bildausschnitt finde, fällt mir ein 25 Euro-Schein ins Auge, der mitten zwischen den Stauden liegt. Ach, so ein langweiliger verlorener Geldschein würde doch nur stören. So entferne ich diesen aus dem Beet, stecke ihn ohne nachzudenken in meine Hosentasche, um nun die wundervolle Pflanzenpracht abzulichten.

B&M tritt just in diesem Moment durch den Torbogen in den Garten, als ich das Geld einstecke. Er trägt einen knielangen dunklen Wollmantel und dunkle Hosen. Mir kommt es vor, als mache er einen Friedhofsbesuch. Anfangs bin ich überrascht, dass wir uns hier so unerwartet treffen. Wir erkennen uns sogar wieder! Dann fällt mir ein, dass wir uns ja auch schon länger kennen, uns fast täglich während der Blog-Arbeit begegnen, so dass die heutige Begegnung doch vertrauter ist, als es mir im ersten überraschten Augenblick erschien. B&M holt sein Portemonnaie hervor und nimmt eine großzügige Handvoll 1 Euro und 2 Euro Münzen hervor. Eine kleinere Menge legt er vor Moinas Füße – den größeren Anteil streut er vor mir auf die Gartenerde. Offenbar ist es an diesem Tag üblich, sich zu beschenken. Ich habe das Gefühl, großzügig beschenkt worden zu sein. Dies beschämt mich vor allen Dingen deswegen, weil ich ja gerade einen 25 Euro-Schein eingesteckt habe, was B&M sicherlich bemerkt haben wird. Womöglich glaubt er nun, ich habe den Geldschein deshalb schnell eingesteckt, um als arme Seele dazustehen, die dringend Geld braucht. Er aber ist höflich genug, angesichts meiner kleinen Gaunerei beide Augen zuzudrücken. Peinlich wäre es mir jetzt aber auch, die Angelegenheit mit dem 25 Euro-Schein richtig zu stellen. Schließlich wäre es schon peinlich zuzugeben, dass ich den störenden Geldschein entfernte, um einen idealen Ausschnitt der Wirklichkeit festzuhalten. Mimikry… nennt man das bildnerische Gestalten der Pflanzen nicht Mimikry??

Notizen:
Mimikry dachte ich im Traum. Beim Nachforschen auf Wikipedia stieß ich auf die Mimese. Wäre das vielleicht der richtige Begriff für den auffälligen Effekt? Für Hinweise und Korrekturen wäre ich sehr dankbar, da ich zu wenig davon verstehe.

Die Staudenbeete… – womöglich hängt dieser Traum mit dem Flor Essence Tee zusammen. Der sich entfaltende Kräuterduft beim Kochen war schon ziemlich intensiv und lag noch heute Morgen in den Räumen.

Das Thema der Reinigung – dem Flor Essence Tee wird eine reinigende Wirkung nachgesagt – ist, ich wiederhole mich, derzeit auch in den Beiträgen von B&M mitzuerleben: Camera Cleaning. Spannend, wie das Thema im Traum übernommen/weitergeführt wurde.

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