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Junge Frau aus den 60ern als Abräumtablett

Traum:
Wie im Zeitraffer durchquere ich einige Räume eines mehrstöckigen Hotelgebäudes. Hier ein Durchgangsraum – ein Hotelzimmer. Hey, so eine Überraschung, dass ich Linda hier treffe! „Sag, hast Du schmutziges Geschirr hier? Ich würde es gleich mitnehmen!“ Linda zeigt sich erfreut und mein Tablett füllt sich immer mehr. Flugs verlasse ich dieses Zimmer und renne weiter.

Irgendwo treffe ich auf eine Frau, die an einem kleinen Mäppchen aus dunkelrotem Filz arbeitet. Sie umstickt die Ränder mit sonnengelbem Perlgarn. Dabei sehe ich es ganz groß vor Augen, wie der Faden geführt wird, so dass sich die Naht trotz der großen Abstände verschließt. Ah, da fällt mir ein: wollte der Mann – wie heißt er noch? - nicht schon längst diese Art von Stickerei erlernen?! Wie wäre es, ich gäbe ihm gleich Bescheid, dass sich diese Möglichkeit jetzt bietet? Die Frau stimmt zu, ihr gefällt der Einfall.

Weiterhin schnell vorangehend, erreiche ich einen kleinen Tresen mitten auf einem Gang. Halbdunkel. Zwei Männer stehen dahinter und polieren Weingläser. Dem Mann teile ich mit, wo er jetzt das Sticken erlernen kann, wenn er mag. Damit er gleich gehen kann, biete ich den Männern an, die schmutzigen Gläser mit auf mein Tablett zu nehmen, um dann alles nach draußen zum Abwasch zu tragen. Okay! Sie staunen beim Anblick meines beladenen Tabletts, wie locker da alles gestapelt ist, ohne dass ich etwas verlöre. Tja, eine wackelige Angelegenheit – das sehe ich auch so – aber witzigerweise funktioniert es.

Ich komme an der stickenden Frau vorbei und verlasse das Hotelgebäude. Dabei fällt mir etwas an meiner Ladung auf, was ich bis jetzt nicht bemerkt hatte:
Das Tablett ist eine junge Frau. Mit meinem linken Arm halte ich sie im Rücken, den rechten Arm habe ich unter ihre angewinkelten Beine geschoben. Ihre Schienbeine gegen meinen Bauch gedrückt und sie im Rücken haltend, bietet ihr Bauch eine gute Ablage für all das Geschirr und die Gläser. Sie ist von sehr zierlicher Gestalt und hat aschblonde Haare, die im Nacken zusammengehalten sind. Sie trägt ein ärmelloses frühlingsgrünes Minikleid und dazu eine ecrufarbene Feinwollstrumpfhose (Ergee) mit frühlingsgrünen Kringeln. Sie sieht aus, wie den frühen 60er Jahren entsprungen – sie ist auf natürliche Weise hübsch.

Wenige Schritte entfernt, an einer Bushaltestelle, stehen zwei Männer, die meinem Tun interessiert zuschauen. Ich gehe auf sie zu und frage, ob sie schmutziges Geschirr abzugeben haben. Ja, einer der beiden stellt ein Glas dazu. Beide drücken ihr Erstaunen darüber aus, was ich hier bewege: Es sei ja eine ungewöhnliche Sache, die zudem geschickt gemeistert werde. Das freut mich.

Ich wende mich nach links und gehe den Bürgersteig der Stadt entlang. Inzwischen ist es Abend und dunkel geworden. Ich bin gut drauf. Aber ich habe inzwischen einen Berg zu schleppen. Eines der Gläser am oberen Punkt – nahe am linken Ohr der jungen Frau – beginnt zu wackeln. Sie beginnt verspielt zu glucksen, fängt das Glas auf und stellt es kichernd wieder auf. Offenbar bereitet ihr diese Sache einiges an Vergnügen, was wiederum zu meinem eigenen Vergnügen ist. Erst jetzt wird mir bewusst, dass sich das Aufräumen zu einer Performance entwickelte, die für manchen sehenswert zu sein scheint. Witzig, wenn so etwas unbeabsichtigt geschieht.

Notizen:
Gestern bekam ich einen Tipp zur positiven Beeinflussung der Gesundheit:
„verbinde dich einfach mit der gesundesten, jüngsten und stärksten Zelle in deinem Körper und lasse sie alle anderen heilen.“
Vor dem Einschlafen überlegte ich – allerdings ergebnislos, da ich darüber einschlief – wie ich das am besten visualisieren könnte.

B&Ms Camera Cleaning hat mich nachhaltiger beeindruckt als mir bisher bewusst war. Zumindest kommt es mir angesichts dieser traumhaften Abräumaktion nochmals in den Sinn.

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2 Antworten zu Junge Frau aus den 60ern als Abräumtablett

  1. Ein bezaubernder Traum. ‘Aufräumen’ scheint ja für einige ein Thema zu sein … Auch mich selbst überrascht die Dynamik des Camera Cleanings. Ich bin nicht nur bester Laune (und die Räume zunehmend in bester Ordnung), die Camera baumelt sozusagen bis ins Unterbewußte: Heute morgen erwachte ich und mein ERSTER Gedanke war doch tatsächlich: Wo mache ich das nächste Foto? Was wird als nächstes aufgeräumt?

    Liebe Grüße B&M

  2. REPLY:
    in kleinen Häppchen auch sehr zu. Im Laufe der Zeit habe ich eh so einen Scheuklappenblick beim Aufräumen entwickelt, dass sich das Fotografieren erübrigt – dachte ich jedenfalls. Allerdings räume ich, in einem anderen Traum dieser Nacht, dann ja doch auf, ehe ich den Auslöser drücke. Sollte mich das eines Besseren belehren? ;-)
    Toll, wie es Ihnen gelingt, zu einer Reinigungsaktion zu animieren, obwohl das neue Jahr mit all den guten Vorsätzen noch gar nicht begonnen hat! :-)