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Herz in den Händen

Traum:
Ein kleines, von Bäumen umkränztes Spielfeld. Der Platz ist voller Badegäste, die zu einem spielerischen Wettkampf zusammengefunden haben. Es geht um einen roten Luftballon in Herzform. Seine Haut ist flexibel und widerstandsfähig. Diesen Herzballon müssen wir einander zuspielen und gleichzeitig in unseren alleinigen Besitz bringen, um ihn dann über die Spielfeldgrenze hinweg ins „Nachbarland“ zu spielen. Fängt ihn dort jemand, so wird er an den Spieler, von dem er den Ballon zugespielt bekam, eine Postkarte senden. Obwohl ich mich über eine Postkarte wirklich freuen würde, mag ich an diesem Wettkampf nicht teilnehmen. Ich fühle mich nicht wohl damit, wenn ich anderen etwas streitig machen muss, nur um selbst einen Vorteil davon zu haben. So stehe ich still dazwischen. Wie von Zauberhand landet der Herzballon mit einem Male in meinen Händen. Für einen Augenblick steht die Zeit still… Nun den Ballon nur noch an die Grenze tragen und hinüberwerfen – ich bin einer Freude so nah! Da kommt eine kämpferische Spielerin auf mich zu und greift das Herz. Ich kann es gar nicht glauben, dass sie es mir aus der Hand reißen will! Gerade jetzt, wo ich es doch ganz fest in meinen Händen halte und nicht mehr hergeben will!! Sie packt es kräftiger, zieht stärker… Mir steigen Tränen in die Augen und ich spüre es darin brennen. Es ist mir nicht möglich, ein Herz so fest zu umklammern. Während ich loslasse – was ich als schmerzlich erleben – , schaue ich ihr offen in die Augen. Bringt sie es tatsächlich über sich, mir das Herz just in dem Augenblick zu nehmen, wo ich eine wirklich gute Chance habe, eine Postkarte zu bekommen? Tatsächlich, obwohl sie den Schmerz in meinen Augen sehen müsste, nimmt sie das Herz an sich und rennt weg.
Ich fühle mich an diesem Spiel unbeteiligter denn je zuvor.

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