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Die Blinde auf der Liegewiese

Traum:
Wir öffnen, den Gang im Badebetrieb folgend, die Tür zum Liegewiesen-Raum. Die Tür lässt sich nicht ganz öffnen, denn von innen, direkt davor, liegt eine Blinde auf dem Badetuch. Mir kommt es vor, als sei sie übernatürlich groß, was aber – wenn ich ihre Größe mit anderen Dingen und anderen Menschen vergleiche – nicht so sein kann. Ihre Augenpartie in Großaufnahme. Ihre Augen sind geschlossen. Es sind nur winzige Hautöffnungen, einem verheilenden Einstich (wenige Millimeter Durchmesser) ähnlich. Die winzigen Lidränder wirken eher wie Wundränder mit Schorf. Da sie selbst es nicht erkennen kann, sage ich: „Sie müssen sich etwas weiter von der Tür entfernt einen Platz suchen. Wir können die Tür ansonsten nicht ausreichend öffnen.“ Sie zeigt sich widerwillig, aber ich bleibe dabei, bis sie weiterrückt. Dann breite ich unser Handtuch neben ihrem aus und setze mich. Lasse meinen Blick schweifen, überprüfe, wie viel Platz sich die anderen Badegäste nehmen. Ich selbst will mich nicht übertrieben breit machen. Mike und Moina sehe ich am Rande der Liegewiese sitzen – im Schatten hoher Bäume. Bald werden sie sich zu mir gesellen.. Unser Portemonnaie liegt zwischen den Badesachen. Ich will mich mit Mike einigen, wer die Verantwortung dafür übernehmen wird. Vor mir sitzt mein Ex-Schwager. An der Innenseite meines rechten Knies habe ich eine kleine kreisrunde Wunde, mit verschorften Rändern. Während ich vorsichtig daran kratze, fällt mir ein, dass ich gleich aufstehen und das Badetuch – das mir noch um meine Schultern liegt – fallen lassen muss. Mir wird mein jugendlicher Körper bewusst und ich erinnere mich an den Bikini, den ich trage – aus der Jugendzeit könnte er sein. Na, das ist mir alles unangenehm. Mein Eindruck ist allerdings, dass es unausweichlich ist und ich da einfach durch muss.

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