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Irrtümliche Bindung

Traum vom 9. November 2009

An einem trüben Morgen auf einem einsam gelegenen Parkplatz – ländlich gelegen. Den Blick darauf gerichtet, mein Fahrrad sicher anzuschließen. Zu diesem Zweck schiebe ich ein schweres kugelgelenkiges Metallgliederschloss durch die untere Ecke einer Windschutzscheibe (Beifahrerseite), im weiteren Verlauf durch das Seitenfenster wieder hinaus und stecke es ins Gegenstück, so dass Fahrrad und Auto verbunden sind. Als das Schloss einrastet, bemerke ich erst den Mann auf dem Beifahrersitz des parkenden schwarzen Fahrzeuges, an das ich unbewusst mein Fahrrad gekettet habe. Es ist der schwule Blonde, Besitzer einer Herrenboutique. Etwas irritiert schaut er an seiner Zeitung vorbei und meinem Treiben zu. Das ist mir jetzt aber unangenehm. Wir kennen uns vom Sehen und… was er sich wohl denkt, was ich hier für einen Schwachsinn treibe? Mein Rad an ein fremdes Fahrrad anzuketten ist ja wirklich eine idiotische Idee. Das kann man doch nicht machen! So blockiere ich das Fahrzeug, ohne dass es mir bewusst war. Peinlich! Es ist so peinlich, dass ich den Blonden gar nicht anzuschauen wage. Mit schnellen Bewegungen löse ich das Schloss, wende mich zum Gehen ab und… ohne Gruß zu gehen wäre jetzt aber sehr unhöflich.
Mit einem leise gemurmelten „Is schon gut.“ mache ich zwei Mal eine Bewegung, die das grüßende Ziehen eines Hutes andeuten soll. Dabei trage ich gar keinen Hut, sondern habe meine Kapuze über den Kopf gezogen, weil es in einer Tour nieselt. Bloß schnell weg hier! Das wird ja immer peinlicher.

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