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Lebensbaum und Affenscheiße

Traum:
Es hat geschneit! Rundum ist alles von einer dicken Schneeschicht überzogen. Ich parke mit dem Auto unter einem hohen Lebensbaum; am Rande eines städtischen Baumbestandes. Dort hinten ein Jägerzaun von Schnee ummantelt. Immergrüne Bäume in Weiß. Ich öffne die Beifahrertür, lehne mich etwas hinaus, um ein Foto von der weißen Pracht zu machen. Meine Haltung ist unglücklich, ohne dass ich dies bemerke – ? Ich blicke durch den Sucher, um den Ausschnitt zu finden, der die wunderbare Stimmung am besten einfängt! Da so weit nach rechts verlagert, finde ich keine ausreichende Stabilität für eine scharfe Aufnahme. Die Frau, in deren Begleitung ich hier bin, ist ausgestiegen, läuft mit ihrem Fotoapparat umher. Ich bin so auf den Fotoapparat fixiert, dass erst später und langsam etwas in mein Bewusstsein dringt: andauernd fallen ganze Zweige des Lebensbaumes auf mein Dach. Ein dumpfes Geräusch, mit einem ähnlich dumpfen Gefühl an der Schädeldecke. Ein Teil des Lebensbaumes ragt in mein Objektiv hinein: das Immergrün hat sich gelbbraun verfärbt. Jedes Mal, wenn ein Zweig auf das Dach fällt, verwackele ich das Bild und drücke gar nicht erst den Auslöser. Es wird immer schlimmer. Es kommt mir so vor, als verlöre der Lebensbaum innerhalb weniger Minuten all sein Grün (oder Braun). Das ist ja furchtbar! Ich schaue nach oben – der Lebensbaum ragt ganz weit in den Himmel, ich kann gar nicht alles erkennen. Mehrmals schaue ich nach oben, und in diesen Augenblicken fällt nicht einmal ein Zweig. Kaum schaue ich weg, geht es wieder los. Das ist ja total unangenehm. Ich muss sehen, dass ich von hier fortkomme, um in Ruhe Fotos machen zu können.

Ich laufe auf das angrenzende Grundstück – eine natürliche Grünfläche von einigen alten Bäumen gesäumt. Einige Menschen, nackt und alterslos, und ich bewegen uns hin und her. Wir werden gleich Fangen spielen oder ähnliches. Ich trete mit dem linken Fuß in Scheiße. Ein Affe sitzt im Garten. Immer mehr Affen sind im Garten zu entdecken – die meisten von ihnen sitzen in den Bäumen. Und wieder datsche ich in Scheiße. Ich hebe den linken Fuß. An meiner Ferse haftet grünbraune Pampe. Nur verhalten mein Ausruf: „Was ist das nur für ein Scheiß hier!“

Notiz:
Die Nackten erinnern an den Traum „Türen“

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