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Offenherzig

Traum:
Arbeit als Serviererin. Eine kleine Gruppe trifft ein, nimmt an zwei Tischen Platz, die im weiten Land, am Rande einer selten befahrenen Landstraße stehen – etwa 150m von hier entfernt. Schnell laufe ich los, um dort die Bestellung aufzunehmen – ehe eine Kollegin schneller ist und mir die Arbeit abnimmt.

Angekommen. Die Gäste sind gutgelaunt und freundlich, bestellen Kaffee und Kuchen. Ich laufe zurück und trete an die Registrierkasse. Es ist lange her, dass ich an dieser Kasse stand! Ein altes wuchtiges Gehäuse mit Tasten wie bei einer alten mechanischen Schreibmaschine. Ich weiß davon, dass das Innenleben auf dem neuesten Stand der Technik ist. Mir wurde die Bedienung dieses Rechners noch nicht erklärt. Aber ich werde mich ja wohl erinnern können… Artikel und Anzahl eintippen und anschließend „Enter“. Hm… das klappt so nicht. Also genauer: 42 x 1 Tasse Kaffee = Enter. Ach nein, draußen nur Kännchen! 42 x 1 Kännchen Kaffee = Enter. Die Kasse beginnt zu arbeiten und spuckt einen Belegstreifen aus. Anstelle eines Bons wird die Tagesabrechnung ausgegeben. Oje, viel zu früh! Der Geschäftsführer aus dem Kaffee Verrückt eilt herbei und anfangs rechne ich damit, von ihm zusammengestaucht zu werden. Er lacht freundlich, legt den Arm um meine Taille und sagt vergnügt: „Das bringen wir gemeinsam in Ordnung.“

Wenig später laufe ich an der Ausgabe für Heißgetränke vorbei. Dort wurden bereits die ersten Kaffeegedecke bereitgestellt. Ich könnte die erste Ladung mitnehmen und servieren – hätte Zeit und Weg gespart. Allerdings könnte es gut sein, dass dies für meine Kollegin vorbereitet ist. Mein Fehler an der Kasse hat sicherlich für eine Verzögerung gesorgt und ich muss noch warten. Also gehe ich mit leeren Händen zu den Tischen an der Landstraße. Die Gäste haben alles verzehrt – Aufbruchsstimmung.
Erneut komme ich hier an und beginne mit den Aufräumarbeiten, ohne diese zu Ende zu bringen – zumindest fehlte mir dann die Erinnerung daran. So bleibt in mir das ungute Gefühl zurück, wieder mal eine Arbeit nicht zu Ende geführt zu haben. Fast kommt es mir so vor, als hielte mich stets etwas Unbenennbares davon ab, die Dinge zu Ende zu bringen.

Zurück im Lokal. Ein netter Mann kommt auf mich zu und nimmt mich an seine Seite. Er lächelt freundlich und offen; macht eine Bemerkung zu meiner Offenherzigkeit, die er als ungewöhnlich aber erfreulich betrachte. Ja tatsächlich, ich trage ein helles Oberteil aus Fleece, das im Brustbereich aufgeknöpft ist; aufklafft und einen Blick auf meine nackte Haut gewährt. Es ist etwas auffällig. Sonderbarerweise bin ich glücklich damit. Die interessierte Zuwendung des Mannes trägt zu meiner Lebensfreude bei. Der Geschäftsführer erscheint. Obwohl ich nicht arbeite, lächelt er mir wohlwollend zu.

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