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Trunken am Anleger

Traum vom 12. November 2009

Mike lenkt das Auto in Richtung Schiffsanleger. Wir rollen langsam voran, um uns hinter die bereits wartenden Fahrzeuge einzureihen. Drei Autos und ein Motorrad sind vor uns. Die meisten sind ausgestiegen – unbekannte Bekannte aus jungen Jahren. Der dicke „Keule“ sitzt mit seiner Freundin auf seiner Maschine. Ihre feisten Hüften schauen unter dem hochgerutschten Pulli hervor. Er streichelt versonnen ihre Haut. Eigentlich ist sie gar nicht so dick, wirkt aber trotzdem breit und etwas massig.

Inzwischen lenkt Mike unser Auto nach rechts. Dort ist die Bahn bis zum Anleger frei. Na hey, fährt dort überhaupt ein Schiff ab? Ich denke nicht! Mike ist unbeirrt. Wir rollen gar nicht weit, da manifestieren sich weitere Wartende vor uns, vor diesem Anleger. Also legt hier doch ein Schiff ab? Die Leute verbringen die Wartezeit mit dem Genuss von allerlei alkoholischen Getränken – eine vergnügte Truppe. Einer der Männer – er ist anscheinend für dieses Unternehmen verantwortlich – bemerkt meine rotglühende Haut. Ich trage nur ein schmales Trägertop und die Sonneneinstrahlung zeigt ihre Folgen. Etwas besorgt meint er: „Wir müssen nachher auf dem Schiff darauf achten, unter Deck zu bleiben!“ Um mich vor der Sonne zu schützen. Sehr fürsorglich! Aber ich habe eine Strickjacke dabei, könnte diese über die Schultern legen, so dass wir auf Frischluft nicht verzichten müssen.

Die Stimmung steigt. Ich sitze auf einem Gartenstuhl auf der zum Wasser hin abfallenden Fahrspur – mit dem Rücken zum Fluss. Eine Fußspitze lasse ich nachdrücklich im Takt der Musik wippen. Dabei hoffend, dass jemand mein „Mitgehen“ bemerkt – da ich meinen Wunsch nach Zugehörigkeit nicht in Worte zu fassen vermag, signalisiere ich es so. Einer der Männer, der um mich herum hüpft, hat einen großen roten Fleck von Himbeermousse auf seinem karierten Hemd. Er hat so viel getrunken, dass er sich ab und an übergeben muss. Gerade dieser himbeerrote Fleck Erbrochenes macht ihn um so liebenswerter. „Tolle Musik!“ rufe ich schließlich aus. Einer der Männer lallt belustigt: „Man sagt doch nicht ‘Musik’!“
„Nee klar, weiß ich!“ Man sagt ‘Song’ oder so. Also, noch einmal: „Echt tolles Stück!“ Alle sind gutgelaunt. So lässt sich die Wartezeit bestens vertreiben!

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