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Gehen fördert Denkprozesse

Traum:
Soeben betrat ich ein Kosmetikstudio und verschaffte mir einen ersten Eindruck. Es gibt Spuren auf dem Fußboden, die darauf hindeuten, dass in früheren Zeiten hier ein Friseursalon war. Einige Spuren auf dem Fußboden, die Anordnung der Räume, die Gardinen vor den Fenstern, Installationen… – Stil der 60er Jahre vielleicht. Ganz klar, ein ehemaliger Friseursalon bietet ideale Vorgaben für ein Kosmetikstudio. Einige Mitarbeiterinnen begegnen mir, die ich stets von hinten erblicke, wenn ich auf sie aufmerksam werde. Sie haben ausgesprochen füllige Haare – dunkelbraun, schwarz oder dunkelrot – die bis zum Po reichen. Obwohl alle etwa einen Kopf kleiner sind als ich, ist in mir ein Gefühl, als blickten sie alle auf mich herab.

Vor mir nun eine Kabine, die ich genauer betrachte. Auf dem Fußboden, neben dem Behandlungsstuhl – am Kopfende – liegen einige geöffnete Döschen mit Rouge, Puder und Lidschatten. Diese gehören meinem Empfinden nach der Inhaberin. Ich ahne, dass die Mitarbeiterinnen gerne die Gelegenheit nutzen – wenn sie am Stuhl arbeiten – und sich aus den Döschen bedienen, um ihr eigenes Make-up aufzufrischen. Obwohl es so nicht gewollt ist, akzeptiert die Inhaberin dies ohne Murren. Meine Gedanken werden unterbrochen, als die Inhaberin hinter meinem Rücken einen Behandlungsstuhl vor die Kabine schiebt. Ich schaue mich um. Sie beginnt mit der Behandlung einer Kundin. Das heißt: sie taucht einige Wattebäusche in reichhaltige Pflegecreme und drückt diese Cremepads dann auf eine Filzsohle. Der Kundin wird ein so präpariertes Teil unter jede Fußsohle gedrückt, damit die Creme gut einwirken kann. Während die Inhaberin diese Arbeit verrichtet, erzählt sie mir amüsiert: „Kürzlich war eine Japanerin hier. Sie erzählte mir, dass sie während des Gehens erfolgreich eine Fremdsprache erlernt habe. Sie tat nichts weiter, als fortwährend zu gehen.“ Den Worten der Inhaberin ist zu entnehmen, für wie absurd sie so etwas hält: Eine Fremdsprache allein aufgrund des fortwährenden Gehens zu erlernen, ohne mehr dafür tun zu müssen.

So lustig oder abwegig finde ich das gar nicht. Es ist ja allgemein bekannt, dass das Gehen die Denkprozesse fördert. Hmm, die Kundin wird also gleich so eine Wattebausch-Pflegecreme-Sohle unter ihren Füßen haben… es wird eine Zeitlang einwirken müssen. Da kommt mir etwas in den Sinn: Man könnte eine kleine Plastiktüte über jeden Fuß streifen. So könnte sie mitsamt dem Pflegeprodukt in Schuhe schlüpfen und während der Einwirkzeit immerfort umhergehen – wegen der Denkprozesse. Mir gefällt diese Idee.

Notiz:
Japanerin… –> Gestern entdeckte ich das Video „The Dance of a Geisha“ – ziemlich beeindruckend, wie ich finde:

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