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Flugreise mit leichtem Gepäck

Traum:
In einem kleinen Flugzeug unterwegs. Die Passagiere stehen im Flugzeugrumpf. Es gibt keine Sitze oder sonstige Einrichtung – einfach nur der Rumpf mit kleinen Fenstern. Ich stehe im hinteren Bereich, als ein freundlicher Steward zu mir kommt. Mit verhaltender Stimme teilt er mir mit, dass wir unser Ziel gleich erreicht haben. Wenn ich wolle, könne ich nach vorne kommen, um dort völlig unkompliziert auszusteigen. Es werde einfach eine Leiter angestellt und ich müsse die Gangway nicht abwarten. Oh danke, das mache ich gerne! Ich gehe zum hinteren Eingang und nehme mein Gepäck, das ich dort abgestellt hatte. Ein kleines Köfferchen, eine weiße Plastiktüte, ein Leinentragebeutel und eine weitere Plastiktüte, die mit einigen Dingen gefüllt sind. Im Leinentragebeutel sind ein paar Spielsachen für Moina. Während ich alles in eine Hand nehme, wird mir etwas unbehaglich… warum nehme ich es mit? Ich könnte es doch ebenso hier zurücklassen. Lege ich nicht ein etwas übertriebenes Sicherheitsbedürfnis an den Tag? Andererseits ist es nicht schön, seine Sachen einfach irgendwo liegen zu lassen. Zudem wird Moina sich freuen, wenn ich ein paar Spielsachen für sie dabei habe.

Mit dem Gepäck in der rechten und Moina an der linken Hand, geselle ich mich zu den Wartenden im mittleren Bereich. Moina und ich sind die Jüngsten, alle anderen sind im Rentenalter. Der Steward kommt erneut auf mich zu: „Sie haben da noch ein paar Sachen liegen. Vielleicht möchten sie es noch mitnehmen.“
Tatsächlich. Zwischen den Menschen ein Stapel mit unterschiedlichsten Kartons und Schachteln. Darunter auch vier Teile, die ich als unser Eigentum wiedererkenne. Schachteln mit Gesellschaftsspielen. Zuoberst liegt „Monopoly“. Im ersten Moment bin ich versucht, es mitzunehmen. Ich könnte es mit Moina spielen. Aber nein, sie ist noch zu klein dafür. Zu zweit macht es eh nicht viel Spaß. Nein, wir brauchen es gar nicht. Alles andere erst recht nicht. Ich bemerke eine sichtlich alte Schachtel. Sie scheint einem der Männer zu gehören und enthält Material zur Bearbeitung von Dias oder ähnlichem Bildmaterial. Es sieht so aus, als lasse auch er es zurück. Überhaupt scheint keiner der Reisenden Interesse an diesen Dingen zu zeigen. Ich reise ja auch lieber mit leichtem Gepäck. Niemand möchte sich unnötig belasten. Schon gar nicht mit alten Dingen.

Landung. Alle verlassen das Flugzeug über eine Gangway im hinteren Bereich. Wieso Gangway?? Ach, was bin ich blöd! Der Steward hatte mir doch eine viel unkompliziertere Lösung angeboten. Jaja, die Macht der Gewohnheit… Am unteren Ende der Gangway sitzt ein junger Steward auf einem Stuhl. Er lächelt freundlich, schüttelt aber auch den Kopf über die Passagiere. Weil sich alle an den Hintereingang aufbauten, musste doch die Gangway angefahren werden. Der andere Steward steht direkt neben dem Ausgang und verabschiedet alle mit einem freundlichen Lächeln. Beide Männer sind ohne Groll. Um so größer ist mein Bedauern, dass wir so unbewusst waren. Die Beiden hätten schon längst Feierabend haben können.

Notiz:
Puh, so eine Erleichterung im Hinblick auf den Traum „Vor der Untersuchung und U-Boot-Sarg“ Der Flugzeug-Leib mit den kleinen Fenstern erinnert total an das Schienen-U-Boot. Allerdings mit dem beglückenden Unterschied: es gibt Ausgänge! *jubel*

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