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Liegewiese beim Brentano

Traum:
Mit dem Fahrrad kurz vor Seebergen. Ich fahre mit meinem alten roten Fahrrad – Chopper-Lenker – und Mike meint, ich sei zu weit, ich müsse doch nach Moorende abbiegen. Er greift in den Lenker, um mir die Richtung zu geben. Was okay ist, da er Recht hat. Ich nehme mir schnell ein paar Klamotten, um Moina fertig anzuziehen. Badesandalen aus hellblau getöntem Plastik. Ein Röckchen trägt sie, eine sehr grobmaschige Weste darüber. Im letzten Moment kann ich noch eine leichte Bluse greifen, die ich ihr unter die Weste ziehen werde, damit die nackte Haut nicht mehr durchscheint. Wir sind auf dem Weg zu einem kleinen Fest. Gestern fand das Fest bereits statt – am Beginn und Ende dieser Straße. Gerade überholt mich eine Person in Shorts mit nacktem Oberkörper und sagt, heute fände das Fest entweder am Anfang oder Ende statt. Wir müssten uns aber entscheiden – ein ‚sowohl als auch’ gäbe es heute nicht mehr (es wird nicht auf zwei Hochzeiten getanzt). Da wir gestern eh am Anfang der Straße waren, hätte ich heute sowieso die Feier am Ende der Straße anvisiert. Prima, wenn es so stimmig ist.

Eine Liegewiese – ähnlich wie beim Brentanobad. Ich liege auf dem Rücken, auf den angewinkelten Armen abgestützt, und beobachte das Geschehen vor mir. Die Tierarztfrau liegt da, mit ihren zwei Kindern. Einmal sehe ich sie zusätzlich etwas weiter rechts von mir. Sie liegt auf dem Rücken, das Becken hochgestemmt, um ihrem Oberkörper eine leichte Neigung zu geben, die dafür sorgen soll, das Brust und Bauch von der Sonne gebräunt werden. Hm. Dann sehe ich sie wieder mehr im Halbschatten eines Baumes liegen, in einem Buch lesend, ihr kleiner Sohn liegt in einem weißen Badelaken, das sie wie eine Hängematte zwischen Knie und Füße gespannt hält. Dem Kleinen geht es gut. Bis zu diesem Augenblick, denn gerade nimmt er die schwarze Sonnenbrille von der Nase und piekst sich fast den Bügel in das Auge. Oje! Ich springe auf, um Schlimmeres zu verhindern. Nun ist auch seine Mutter darauf aufmerksam geworden, nimmt sich des Sohnes an und ich nehme meine Beobachterposition wieder ein. Etwas weiter links, mehr im Schatten des alten Baumes, sitzt Moina; mit einem locker um die Hüften gelegten Frotteetuch. Sie schleckt ein Erdbeereis am Stiel. Neben ihr sitzt der Onkel, von dem sie das Eis bekam. Der Onkel ist ein Mann mit bleicher Haut und dunkler Badehose. Auf den ersten Blick wirkt Moina ganz zufrieden, so wie sie sichtlich erfreut an ihrem Eis leckt. Aber da ist etwas… in ihren Augen, sie sind gefüllt mit Tränen. Dahinter spüre ich einen unausgesprochenen Schmerz. Der Onkel hat auch glasige Augen. Mir wird es immer unangenehmer. Da ist doch irgendetwas nicht in Ordnung?! Wieso sitzt Moina bei diesem Mann? Dieser ‚Onkel’ ist doch gar kein ein echter Onkel – er ist irgendein Mann!? Sie sitzt bei ihm, weil er ihr ein leckeres Eis gab? Das Eis, das Erdbeereis… sicher, es ist inzwischen angeschmolzen, aber es ist ja richtig nass? So nass, als sei es voller Rotz und Tränen? Der Mann unterbricht meine Gedanken und sagt, es sei an der Zeit, den Abwasch in der Küche anzugehen. Ja. Ich überlege, dass ich ihm dabei helfen könnte; ja, das würde ich gerne machen. Ein Blick zur Küchenuhr zeigt etwa 17:30 Uhr. Ich hätte Zeit. Aber ob ich ihm meine Hilfe wirklich anbieten darf? Ich bin unsicher.
Aufgewacht um etwa 05:30 Uhr

Notiz:
Das Traum-Ich ist eine Rabenmutter. Warum kümmert sie sich nicht um ihre Tochter?
Heftige Träume waren das diese Nacht…

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2 Antworten zu Liegewiese beim Brentano

  1. zuckerwattewolkenmond

    der klassische böse Onkel, vor dem einen die Mütter immer warnen. “Nimm ja keine Süßigkeiten von Fremden.”

  2. REPLY:
    genau so etwas kam mir auch in den Sinn.
    Ein Punkt, der mir wirklich die Sinne schwinden lässt. Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.