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Zehn kleine Eis

Traum:
In der Elternküche. Einige Gäste sitzen um den Küchentisch herum. Meine Mutter öffnete eine Schachtel mit zehn verschiedenen Eis am Stiel in Miniformat und verteilte sie. Wir sind mehr als zehn. Ich bekam keines ab; und es wurde kein Wort darüber verloren. Erst als ich darüber nachdenke, dass ich mich unbeachtet fühle, werden auch die anderen darauf aufmerksam und machen eine bedauernde Bemerkung. Ich habe einen Kloß im Hals; möchte hier nicht weinen. Bemühe mich um eine Stimme ohne hoch fiepende Ausschläge. Trete an den Tisch zu dem asiatischen Paar. Bei einem von ihnen ziehe ich andeutend an einem der zehn Finger und sage: „Aber wir wollen uns doch jetzt nicht wegen eines Eises die Finger ausreißen.“ Meine Heiterkeit müht sich hinaus, kommt aber nur gepresst durch den kloßigen Schmerz in der Kehle. Ich verrate mich und – verachte mich dafür.

Ich sitze auf einem Stuhl direkt am Küchenschrank. Durch eine unachtsame Bewegung verschüttete ich eine teebraune Flüssigkeit, die sich rasch bis unter die Mikrowelle ausdehnt. Mutter oder Vater bringen einen Lappen. Ich kann mich des Gefühls – auch wenn dies nur vage kommt – nicht erwehren, dass das Verschütten ein unbewusster Ausdruck meines Protestes sein könnte. Kindisch.

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2 Antworten zu Zehn kleine Eis

  1. REPLY:
    Ooohh… das ist aber lieb. Mit einer Sternwaffel sogar – Danke! *tränen abwisch*