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Katzenrassel

Traum:
Am Rande eines Stadtteils – im hellen Dunkel. Der Ort erscheint mir fremd und neu und doch vertraut. Ein schmaler Weg führt am Rande der Gärten entlang, die das Ende des Wohngebiets bilden. Der Anstieg ist unmerklich sanft. In der Hand trage ich ein Mittel zur Geisterabwehr. Es ist eine helle Rassel, mit einem runden Kopf – einem Katzenkopf nachempfunden – vom Hals abwärts wie ein sich weitendes Gewand. Das Material ist leicht, und fest wie gespanntes Trommelfell. Eine Rassel, die an Gebein denken lässt. Ich trage dies ganz selbstverständlich mit mir herum, so dass ich nicht einen Gedanken daran verwende. Ich erreiche das als natürlich empfundene Ende des Weges und kehre nach kurzem Innehalten vor der dunkelgrünen Hecke um. Mit pirschenden Schritten gehe ich den Weg zurück und erst jetzt bemerke ich, dass ein Anstieg hinter mir liegt, denn es geht leichten Fußes. Noch etwas fern, sehe ich einen großen weißen Hund, der mir auf diesem Wege entgegen kommt. Eigentlich habe ich Angst vor großen Hunden, überlege ich. Aber heute lasse ich mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Tatsächlich spüre ich Ruhe und Gelassenheit. Beginne nun sogar zu laufen – ein Gefühl der Heiterkeit und Leichtigkeit – dem Hund und der an und für sich angstvollen Begegnung entgegen. Ich freue mich auf diese Begegnung! Dabei wedele ich sachte mit der Katzenrassel durch die Luft – lautlos, wie meine Schritte.

Notiz:
Zu dieser „Katzenrassel“ fällt mir spontan „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler ein.

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2 Antworten zu Katzenrassel

  1. Guten Abend !
    sehr gut erzählt, finde ich, gefällt mir.
    Bin jetzt zu müde, um weiter in deinem blog zu stöbern.
    Gute Nacht !

    wenzel

  2. REPLY:
    Wer wird denn da beim Lesen meines Blogs müde werden? Tzzzzz….
    Na, dann gute Nacht! ;-)