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Großvaters Karzinom

Traum:
In einem isolierten Innenraum, der von Dunkelheit umgeben ist, treffe ich auf meine Mutter, die mir eine Frage beantwortet, die ich nicht gestellt hatte. Sie berichtet von einem Karzinom, das mein Großvater hatte. Wo dieses lag, zeigt sie, indem sie einen Bereich um ihren Brustkorb andeutet. Dabei erscheint ein dunkelwolkenartiges Gebilde vor meinen Augen, das sich überwiegend unter der linken Brust erstreckt und bis über das Brustbein hinaus nach rechts verläuft. Vor meinen Augen beginnt sich alles zu drehen. Ein Gefühl, als schwänden mir die Sinne und mit gepresster Stimme bringe ich hervor: „Ich will es gar nicht so genau wissen!“ Während die Sinne sich dieser unerwünschten Konfrontation mit einem Rauschen entziehen, bleibt mir nicht die Wahl. Meine Mutter spricht unbeirrt und sorglos weiter! Vielleicht deshalb, weil mein Großvater erst im fortgeschrittenen Alter erkrankte, so dass die Krankheit nie zum Ausbruch kam. Er starb vorher. Einzig dieser Umstand vermag mich ein bisschen zu beruhigen.

Später erzähle ich Mara davon, dass ich mich dieser Sache nicht stellen und lieber den Blick davor verschließen wollte. Es ist ein wenig erleichternd, es auszusprechen, dass ich dies zu verdrängen suche.

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2 Antworten zu Großvaters Karzinom

  1. Dass es Dir im Traum ein wenig Erleichterung verschafft, Dich bei mir auszusprechen, freut mich sehr!

    Dein Großvater taucht wieder auf. Irgend etwas sitzt fest im Lungenbereich. Kann ich Dich ermuntern, aus vollem Bauch heraus und mit lauter Stimme zu singen? :-) Dies verschafft garantiert Erleichterung im Lungenbereich!

    Einen lieben Gruß von Mara

  2. REPLY:
    finde ich, dass Du meine Vermutung bestätigst (was ich als hilfreich erlebe). Ich habe nämlich das Gefühl, als sei dieser Traum (auch deshalb) gekommen, eben weil ich nach langer Zeit mal wieder kräftig gesungen habe! Damit es jetzt kein Missverständnis gibt: Ich dachte natürlich nicht, dass Singen krank machen könnte, sondern mir kam in den Sinn, dass Singen etwas in Bewegung bringt. Der Traum zeigt nun, wo im Körper es angesiedelt ist.

    Gerade erinnere ich mich an eine Klangmassage. Ich hatte damals eine Stelle am Körper, wo der Klang schnell erstarb. Bildhaft nahm ich das auch als dunkle Wolke wahr, ähnlich wie in diesem Traum.

    Danke für Deine Ermunterung zum lauten Singen – sie ist willkommen!

    Toll, da habe ich überhaupt eine gute Anregung bekommen.

    Lieben Gruß – Marianne