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Eindringliches Zeichen

Traum:
Ein lauter Knall mitten in der Nacht! Berstendes Glas! Mein Herz schlägt wild. Ein Bild steigt auf… ein Fenster unserer Wohnung wurde mit einem Gegenstand eingeworfen. Eine raumlose männliche Stimme erklärt, es seien die Auswirkungen der Preungesheimer Unruhen, die ich jetzt zu spüren bekomme. Ich solle dies als eindringliches Zeichen dafür erkennen, dass nun die Zeit gekommen sei, den Aspekt, den mir der bisherige Traum zum Thema Weiblichkeit aufzeigte, zu zerstören; ihn zu transformieren. Und ich solle noch einmal genau hinschauen. Der Moment, da die Scheibe zerbricht, wird noch einmal vor meinen Augen abgespielt. Die Glassplitter regnen ins Halbdunkel des Raums. Während sie zu Boden fallen, changieren sie zu Delphinen. Eine Stimme: Eben weil es so wichtig ist, kam dieses eindringliche Zeichen!!

Notizen:
'Brennpunkt' von Traumzeit
Mitten in der Nacht werde ich von Moinas Weinen geweckt. Nachdem sie sich beruhigt hatte, warf ich noch einen Blick zur Bahnhofsuhr an der Küchenwand. Allerdings hing sie nicht mehr an ihrem Platz, sondern lag am Boden zwischen Glasscherben. Sie war um 2:45 Uhr von der Wand gefallen (Ja, so ist das mit der Zeitumstellung).
Leider konnte ich mich nicht erinnern, was ich vor dem Schreck geträumt habe. Schade, nun ist mir immer noch nicht klar, welcher Aspekt der Weiblichkeit der Transformation bedarf.

Interessant ist für mich, dass mir hierzu ein älterer Traum einfiel: Traumbuch im Brennpunkt. Und zwar deshalb, weil sich gestern Abend nach dem Veröffentlichen der Träume ein ganz eigenartiges Gefühl in mir ausdehnte, mit dem eine Frage in mir aufstieg: Ob ich womöglich die längste Zeit meine Träume öffentlich mitgeteilt habe?
Klar, Zweifel daran, ob dieses Traumblog ein guter Weg für mich ist, gibt es immer wieder und das ist auch verständlich, so dass ich inzwischen kaum mehr ein Wort darüber verliere. Nur gestern Abend war dieser Gedanke so stark da! Dennoch spürte ich bei der Vorstellung, dieses Traumblog aufzugeben, keine Bedauern oder Verlust – so wie es sonst mehr oder weniger der Fall war. Es war ein energiereicher Moment, in dem ganz allein von Bedeutung zu sein schien, was für meine Entwicklung wichtig ist – und in der Hinsicht wäre ein Verlust kein Verlust, sondern ein Gewinn. Ein Gewinn in der Hinsicht, als dass ich etwas entdeckt hätte, was mir wertvoll ist. Es war ein Innehalten, während dem ich mich vertrauensvoll an die Hand nahm und mich mit mir auf einen unbestimmten Weg machte. Ein glücklicher Moment der Freiheit, den ich stehen lassen mag, ohne weiter daran zu rütteln um zu überprüfen, ob das meine Wahrheit ist oder nicht. Letzteres ist immerhin mal etwas Neues.

Verwandte Träume:
Tumulte auf Preungesheimer Berg
Traumbuch im Brennpunkt
Antis an der Sigmund-Freud-Straße

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