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Antis an der Sigmund-Freud-Straße

Traum:
'Sigmund Freud' von Traumzeit Ort: Überlagerung der Eickedorfer und Sigmund-Freud-Straße. Ein paar Menschen und ich – Gleichgesinnte – haben sich hier versammelt. Eine unbenennbare Anti-Gruppierung, deren Energie aus Richtung Preungesheim zu kommen scheint, erwartet von uns, dass wir uns solidarisch mit den Hellhäutigen zeigen. Allerdings trägt diese Erwartung eine unausgesprochene Aufforderung in sich: wir sollen uns von den Dunkelhäutigen abwenden! Ich wüsste nicht, warum ich so etwas tun sollte und sperre mich dagegen. Zwei Menschen in meiner Nähe haben einen ähnlichen Standpunkt wie ich. Mit einem Male wird der Raum um uns und mit samt uns dreien wie ein Würfel (27 qm³) aus Raum und Zeit herausgelöst und um 180° gedreht. Wir hängen also kopfüber – mit den Füßen an der Würfeloberseite stehend – und sollen unseren Standpunkt neu überdenken. So fordern es die Antis. Allerdings ändert auch das nichts an meiner Einstellung. Jedenfalls verspüre ich keinerlei Veränderung. Ich weiß einfach nicht, was ich gegen die Dunklen haben sollte. Im nächsten Moment steht ich wieder richtig herum an der Straße. Einige Dunkelhäutige kommen zu Fuß oder mit dem Fahrzeug aus Preungesheim herüber. Als eine der dunklen Fahrerinnen freundlich grüßend die Hand über dem Lenkrad hebt, winke ich ihr vergnügt zurück.

Notiz:
Die Sache mit dem Kopfüber ist kaum zu beschreiben. Vielleicht ein bildhafter Vergleich mit Rindfleischsülze:
Wenn Raum und Zeit eine Art Aspik sind, dann sind wir Traumgestalten das Rindfleisch. Aus dieser Sülze schneidet man quasi einen Würfel heraus und stellt ihn um 180° gedreht wieder hin. Allerdings müsste darauf geachtet werden, dass die Fleischstücke ganz bleiben. Zerstückelt wurden wir schließlich nicht.

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