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Schwellenweg am Güterbahnhof

Traum:
'Güterzug im Wald' von Traumzeit Ein weites Waldgebiet. Links von mir ein Unterstand aus Holz – seine Länge lässt an eine Holzbrücke denken. Das Holz ist dunkel und gesättigt. Zwischen den Holzständern, die die langgestreckte Überdachung halten, verlaufen jeweils eine Reihe von Gleisen. Teils laufen sie zusammen oder trennen sich. Auf den Teilstrecken einiger Gleise liegen lange Bretter auf den Schwellen. Das ist wichtig, denn unser Weg geht dort links weiter! Um dort weiterzukommen ist es notwendig, einen Teil des Weges auf genau diesen Brettern zurückzulegen.

Ich halte Moina an der Hand. Wir müssen uns sputen, dieses Stück zwischen den Gleisen entlang zurückzulegen, denn hier fahren immer wieder Güterzüge durch. Im Moment ist weit und breit kein Güterzug zu sehen oder zu hören. Es spricht nichts dagegen, sofort mit Moina loszulaufen. Aber irgendetwas hält mich zurück – ein vager innerer Widerstand. Zum Glück! Ein langer Güterzug braust heran und rattert an uns vorbei – genau jene Gleisstrecke, die ich mit Moina gehen muss. Einige Schritte entfernt, rechts hinter mir, steht eine alte Freundin. Sie stellt fest: „Du kennst Dich hier aus.“
Das bestätige ich und erzähle, dass ich hier früher öfter lang musste, obwohl das offiziell ja verboten war und ist.
Jetzt wollen Moina und ich es wagen und dieses Wegstück hinter uns bringen. Wieder lausche und schaue ich. Es ist nichts zu hören oder zu sehen. Es gibt keinen Grund, es jetzt nicht zu tun, wenngleich wir eine gewisse Zeit für die Überquerung der Schwellen brauchen werden. Jedoch ist da wieder dieser Widerstand in mir, der mich zurückhalten will. So lausche ich nochmals – da ist nichts! Ich überwinde mich, und betrete mit Moina an der Hand den Gleiskörper. Bereits nach wenigen Schritten höre ich einen Güterzug nahen. Platz zum Beiseitespringen gibt es nicht. Schnell greife ich Moina und wir rennen zurück. Im allerletzten Augenblick können wir uns durch einen Sprung retten. Da rast der Güterzug auch schon vorüber.
Es wird wohl doch etwas Zeit brauchen, einen günstigen Zeitpunkt zu finden, der uns nicht in Gefahr bringt.

Notizen:
Dieser Traum erinnert mich an die Schulzeit. Manchmal musste ich mehr als zwei Stunden auf den Moorexpress warten, und machte mich deshalb lieber zu Fuß auf den Heimweg. Die Schienen entlang war es kürzer. Dazu musste ich aber die Hammebrücke überqueren. Ein Güterzug hätte mir auch da zur Gefahr werden können. Auf der Brücke lagen ebenfalls Bretter auf den Schwellen. Trotzdem brauchte es Überwindung, den Weg zu gehen.

Gestern überflog ich im aktuellen Meridian (Mmh, das Heft riecht noch so herrlich neu) einen Artikel zu Neptun-Pluto-Themen. Der Punkt ‚auf die innere Stimme hören’ und ‚Trugbilder’ hat meinen Geist beunruhigt, der mich völlig zu Recht fragte: „Und wie willst Du das eine vom anderen unterscheiden?“ Im Traum hätte ich meiner Intuition ruhig vertrauen sollen.

Links zu alten Plätzen:
Hier noch einmal die Hammebrücke. In Weyerdeelen-Umbeck stieg ich morgens ein – diese Aufnahme weckt Erinnerungen an diese Zeit. Ebenso das Bild vom Bahnhof in Osterholz-Scharmbeck.

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