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Blutschrift in Werkshalle

Traum:
Eine ganze Weile verbringe ich bereits in der Werkshalle, die von einem motortechnischen Freak hobbymäßig genutzt wird. Viele Stunden seiner Freizeit verbringt der Mann an diesem Ort und bastelt mit ölverschmierten Händen herum. Sein Freund – ein Modern-Talking-Typ (Thomas Anders) ist heute auch mal wieder hier. Während sie mit allerlei Werkzeug herumhantieren, besprechen sie das nächste Autorennen. Ich verstehe beide Männer ziemlich schlecht. Es scheint so, als sprächen sie nur halbe Sätze und ihre Aussprache hat etwas Eruptierendes. Eine Art Druck, der sich immer wieder staut, anfangs in kümmerliche Tonlosigkeit entlädt und schließlich nur noch energieberaubte, bruchstückhafte Sätze hervorbringt.

Mit einem Male spüre ich einen heftigen Schmerz im linken Unterarm. Ich reiße ihn empor, ziehe den Ärmel hoch und der Modern-Talking-Typ nimmt sich dem sofort an. Mit der gerundeten Spitze eines Metallstabs fährt er eine dünne Linie nach, die sich frisch in meine Haut gedrückt hat. Diese Linie endet mitten auf dem Unterarm in einer daumenabdruckgroßen Delle. Er drückt den Stab in dieses eingedrückte Gewebe. „Nein!! Das will ich nicht!“
„Dann nicht“, meint er und lässt ab.
Ich frage ihn, ob sein Zeichen Zwilling sei (beziehe mich aber nicht auf den Stand der Sonne, sondern auf die des Kommunikationsplaneten). Im gleichen Augenblick weiß ich, dass das gar nicht sein kann. „Nein, wohl eher Wassermann, oder?“ Oder doch Zwilling? Ich kann mir letzteres einfach nicht vorstellen, denn dann müsste ich ihn klarer verstehen und er kommunizierte nicht auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig – …oder? Während ich ihn frage, springen mehrere seiner Gedankengänge hin und her, hoch und runter. Sie lassen sich gar nicht alle zur gleichen Zeit verfolgen. Und ob er meine Frage zwischen all seinen Worten überhaupt wahrgenommen hat… hm, keine Ahnung. Vielleicht will er auch nicht antworten. Aber falls doch: „Nein bitte, ich möchte diese Frage gar nicht mehr beantwortet haben“, denn es ist mir inzwischen etwas peinlich, ihn so persönlich angesprochen zu haben. Wir kennen uns schließlich nicht.

[…] … braune Zigarillos sind im Spiel – werden vielleicht angeboten und geraucht, aber nicht von mir …

[…]Der Zeitpunkt des Rennens rückt näher. Eine Frau ist inzwischen hinzu gekommen und ganz selbstbewusst an den Terminkalender getreten, der an der Werkshallenwand hängt. Sie trägt auf der Liste ein, dass sie am Rennen teilnehmen wird. Deutlich sehe ich ihre Handschrift aus dickflüssigem Blut. Sie notiert das bewundernswert selbstbewusst und mit sichtlicher Entschlossenheit. Sie käme gar nicht auf die Idee, dass jemand etwas dagegen haben könnte. Die Männer gestehen uns eine Teilnahme eigentlich nicht zu – von wegen Männerdomäne!! Allerdings, so wie diese Frau es angeht, ist kein Widerspruch der Männer mehr zu erwarten. Klare Stärke und Entschlossenheit werden nämlich respektiert! Deshalb kommen sie noch nicht einmal auf die Idee, diese Frau von dem Wettrennen auszuschließen. Das ist erstaunlich und das imponiert mir.

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