Home » Traumtagebuch » Die Kunst des Spiegeleibackens

Die Kunst des Spiegeleibackens

Traum vom 22. November 2009

Arbeitsküche. Fehlende künstliche Beleuchtung an diesem trüben Tag. Unter leichter Anspannung backe ich Spiegeleier in einer Pfanne. Dem Aussehen nach sind es eher Rühreier. Immer wenn das Ei ausreichend gestockt ist, steche ich das ganze Teil mit einem Pfannenwender kreisrund aus, um es so auf einem Teller anzurichten. Ich hatte nämlich überlegt, worauf es beim Spiegeleibacken ankommt. Das hatte ich vergessen; wusste aber irgendwie, dass etwas Wichtiges zu beachten ist. So kam ich drauf, dass das Entscheidende eine möglichst glattkantige Kreisform ist.

An meiner rechten Seite steht eine kritisch dreinblickende Frau. Auch sie beginnt, ein Ei in ihrer Pfanne zu braten. Sie fragt, wie man es macht. Eine dritte Frau kommt hinzu und sagt, man mache es auf alle Fälle anders, als sie es tue. Das Ei in der Pfanne stockt. Das verrührte Gelb ist von einer dünnen Eiweißschicht locker ummantelt. Anfangs verspüre ich den Impuls, auch hier einen Kreis auszustecken, bemerke dann aber, wie wundervoll fluffig das Ei zu einem Omelett gerollt in der Pfanne liegt. Das sieht perfekt aus! Ich erkläre der Frau: „Schauen Sie, die Ränder sind gut!“ Doch als ich das Ei wende, fällt es in sich zusammen. Oh, leichte Enttäuschung geht mit diesem Anblick einher. Vielleicht steigt die Masse aber wieder auf, während alles zu Ende gart – das ist meine Hoffnung.

Tags: