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Der Blinde und der Schlüssel

Traum:
Ein Blinder – 50 bis 60 Jahre alt, grauer Geschäftsanzug, stattliche Größe – stürmte bereits mehrmals den Betrieb, um Dinge einzufordern, auf die er kein Anrecht hat.

Dieses Mal fordert er den Schlüssel zu weiter reichenden Räumen. Das wäre sicher nicht im Sinne der Vorgesetzten, denn der Zutritt ist einige ausgewählten Personen vorbehalten. Dort soll nicht ein jeder hingehen, der hier mal vorbei kommt. Erstaunlich finde ich allerdings, dass er von diesem Schlüssel weiß! Ehe er sich selbst den Schlüssel nehmen kann, greife ich diesen und werfe ihn mit einem Schwung hinter ein Pult. Sicherheitshalber schiebe ich ihn noch direkt an die Wand, damit der Blinde nicht dahinter kommt. Der Schlüssel – womöglich ein Schlüssel aus geflochtenem Draht – fällt geräuschlos zu Boden. Der Blinde ist ausgesprochen feinfühlig und merkt auf, hält mit offenem Mund inne und lauscht. Auch ohne Augenlicht erkennt er, was hier gerade geschehen ist. Mit ungläubigem und empörtem Gesichtsausdruck richtet er sich zu voller Größe auf und sagt, ich solle ihm den Schlüssel sofort geben! Was auch immer ich jetzt tue, er wird den Schlüssel früher oder später eh erlangen. Wird ihn mit seinem Blindenstock erfühlen und dann unter den Tisch krabbeln, um den Schlüssel an sich zu nehmen.

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