Home » Traumtagebuch » Fernheilung

Fernheilung

Traum:
Wie aus dem Dämmern völliger Gedankenverlorenheit komme ich langsam wieder zu mir. Der Raum ist fast dunkel – dabei einem spärlichen goldenen Licht erhellt, das von außen wie durch fleischliche Höhlenwände dringt.

Vermutlich ist es das Gefühl von inniger Nähe und Wärme – so angenehm! – das mich in die Gegenwart zurückkehren lässt. Damit kommt auch langsam die Erinnerung zurück. Valerian und ich telefonieren bereits eine ganze Zeit lang. Es ist auch schon ein Weilchen her, dass er mich fragte, ob er versuchen solle, mich fernzuheilen. Diese Idee gefiel mir sofort und ich stimmte zu. Daraufhin habe ich mich wohl tief entspannt darauf eingelassen und liege seither auf dieser Pritsche. Ich empfange die Energien Valerians inzwischen derart deutlich, dass er geradezu körperlich bei mir zu sein scheint. Ich liege auf dem Bauch. Er liegt auf meinem Rücken; der Länge nach von den Fußspitzen bis zum Nacken – sein Kopf lagert auf meiner linken Schulter. Eine Hand von ihm liegt an meinem Bauch, die andere Hand am Hals, ab dem Kehlkopf abwärts. Seine Hände liegen sanft und warm – ich spüre ein Strömen. Es ist so innig und vertraut. Langsam wundere ich mich darüber, wie liebevoll er auf mich eingeht und seine Energien zu mir fließen lässt. Mehr und mehr werde ich mir meines nicht mehr jugendlichen Körpers bewusst. Das ist mir etwas unangenehm und ich hoffe, er bemerkt es nicht.
Voller Fürsorge fragt er mich: „Soll ich nun aufhören?“ Nein, eigentlich nicht. Aber eigentlich doch… ehe er meine Weichheit an seinen Fingern spürt.

Ja, eigentlich ist er nicht körperlich hier, aber – woran immer es auch liegen mag – ich kann ihn dennoch so deutlich wahrnehmen. Vielleicht muss ich es mir bewusster machen, dass es nur Energien sind.

Verwandte Träume:
Obdachlos
Traumnähe
Martin
Der Liebende

Tags: