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Monetien

Traum:
Mit dem Fahrrad fahre ich raus aus Worpswede in Richtung Grasberg. Die Baumreihen am Wegesrand lichten sich; schon bald ist die Sicht weit und ich sehe den tiefblauen Himmel. Wie bereits angekündigt, nähert sich eine große Gewitterfront. Ob sie wirklich über uns hinweg ziehen wird, ist nicht zu erkennen. Ich will schnell radeln, um mein Ziel noch vorher zu erreichen. Leider komme ich nur schleppend langsam voran. Ich trete und trete, aber es geht schneckenlangsam. Ich muss einen anderen Gang einlegen. Dazu muss der Lenker in eine andere Position gebracht werden. Ich falte ihn also, worauf er in der Mitte zusammenkommt und sich hoch vor mir auftürmt. So hoch, dass er weit über meinen Kopf hinausragt und mir unangenehm die Sicht behindert. Außerdem muss ich so eine völlig blöde Körperhaltung einnehmen; das Kinn gereckt und die Arme weit hochgerissen. Fast zwingt es mich in ein Hohlkreuz. Ungünstig auch für mein Gleichgewicht, denn die Fahrt wird eindeutig wackeliger. Da muss es doch eine andere Lösung geben?! Zum Glück gelingt es mir bald – nämlich als ich rechts nach Moorende abbiege – eine gemäßigte Position zu finden, mit der es einigermaßen rasch vorangeht.

Kaum eingebogen, erlebe ich eine angenehme Überraschung, die mich sehr verblüfft. Denn ich bin bereits hier in Monetien angekommen!! Der Weg muss eine Abkürzung gewesen sein, denn ich habe es als viel weiter in Erinnerung! Toll, von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu meinem heutigen Ziel/Termin und ich bin nun ziemlich sicher, es noch vor dem Gewitter zu erreichen.

Nun gilt es diese Passage – Monetien – überwinden. Einige ältere Frauen, alle klein und schmächtig, stehen herum. Ihnen passt es gar nicht, dass ich mit Straßenschuhen und Fahrrad über die Tische hinweg klettere. Jaja, ist klar! Aber ich will doch keine Zeit verlieren!

Schon bald komme ich an und begebe mich ohne Zögern zum Startbereich einer Gokartbahn. Heute werden die Bahnen – sie verlaufen über mehrere Ebenen – von Läufern genutzt (Volkslauf). Am Start treffe ich auf einen Neuling, der die Ohrstöpsel nicht reintun will, die für jeden Läufer bereit liegen. Während ich mir welche in die Ohren stecke, erzähle ich ihm, wie wichtig die Musik für einen erfolgreichen Lauf sei. Es ist total wichtig, im Rhythmus zu laufen! Vielleicht weiß dieser Mann noch nichts von den neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ich laufe los – will nicht unnötig Zeit verlieren.

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