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Obdachlos

Traum:
In einem weiten Bus-Raum unterwegs; ländliches Gebiet. Wir – die Leute aus der Wohngemeinschaft, Mike und ich – kehren nach Worpswede zurück. Im Bus verteilt stehen unsere Möbel. Es sind nur wenige und kleine Teile; im Businnern bleibt es licht und weit. Als wir einen Worpsweder Vorort erreichen, gehe ich zum Ausstieg. Ein Mann folgt mir, ganz nah bei mir fühle ich ihn und spüre große Wärme und Vertrautheit. Sicherlich hatte er bemerkt, dass ich hier aussteigen will und kam mir deshalb nach. Wie aus dem Herzen kommend sagt er mit leisen Worten: „Ich kann nicht von Dir lassen, möchte immer bei Dir sein. Es ist so wunderschön.“ Ja, es ist wirklich wunderschön, all das zu spüren. Dennoch muss ich jetzt aussteigen.

Dieser Umzug, zurück nach Worpswede, bringt ein Gefühl großer Ernüchterung mit sich. Es ist mir völlig unverständlich, warum dieses Zurück, wenn es denn sein muss, bereits jetzt sein muss. Wir hatten uns doch gerade in Frankfurt eingelebt?! Für diese Rückkehr muss es offenbar Gründe geben, die mir bis jetzt noch nicht zugänglich sind. Wie geplant tragen ein Mann und ich die ersten Möbelstücke in die elterliche Küche, die ich ja nun beziehen werde. Als ich den Kühlschrank öffne, um etwas hinein zu legen, sehe ich, dass dieser bereits gefüllt ist. Und da fällt es mir ein: die neuen Mieter, deren offizieller Einzug für den 15. Oktober geplant war, haben diesen Termin vorverlegt und sind bereits eingezogen! Wie peinlich, und ich trage meinen Kram hier rein! Am besten bringen wir schnell alles wieder hinaus, ehe es jemand bemerkt! Wenn die anderen mit den restlichen Möbeln eintreffen, brauchen wir die Möbel gar nicht erst zu bewegen. Insofern haben wir es noch rechtzeitig bemerkt. Aber eine wichtige Frage drängt sich nun ins Bewusstsein und nimmt immer mehr Raum: Wo finden wir denn jetzt eine Bleibe?

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