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Der Teufel ist los

Traum:
Im Dunkel des Abends oder der Nacht. Blick über die Deel zum geschlossenen großen Tor, Mit einem Male löst sich der Teufel aus dem Holz des Tores. Saust auf mich zu, wie von einer Kraft getrieben, die nicht nur seiner selbst entspringt. Er sitzt in einem majestätisch anmutenden Rollwagen – dieser ist eine Mischung aus antikem Streitwagen, Oshos Rolls Royce und Rollstuhl.

Der Teufel ist ein Muskelpaket aus zähem Fleisch mit Schultern wie die eines Stieres, sicher mehr als zwei Meter groß. Seine Gesichtshaut weiß und straff, an Wangen, Ohrenrändern und Nasenrücken mit violetten Rötungen. Unterkiefer und Kinnbacken erinnern an einen Urmenschen. Die Nase ist fleischig und platt, wie die eines Gorillas, sein verhältnismäßig kleiner Mund bleckt wütend die eng aneinander gereihten spitzen Raubtierzähne, sicher fünfzig oder sechzig an der Zahl, weiß und teils mit violetter Färbung. Dicht behaarte Wülste überschatten die Augen, seine Stirn niedrig. Filzig und steif steht das wilde, schwarzgraue Haar in alle Richtungen ab, schimmert hier und da ebenfalls violett.

Mit vor Wut bebenden Lippen die Zähne fletschend, mit speicheligem, fauchendem Gebrüll – Uuaaahhhrrr!!! – rollt er in seinem Stuhlwagen auf mich zu. In einer Faust seine Steinzeitkeule zum Angriff erhoben. Ich weiche nicht zurück, bleibe an meinem Platz, hebe meinen starken Holzstab senkrecht hoch. Wild angreifend hobelt er – mit wilden Zickzackschwüngen, tschacka tschacka tschacka – meinen Stock. Die so gelösten Holzscheiben wirbeln wie Gurkenscheiben durch die Lust Luft. Wie gurgelnd die grimmigen Laute aus den Tiefen seiner Kehle.

Zu einer anderen Person an meiner rechten Seite sage ich gelassen: „Du brauchst ihn gar nicht angreifen, Du musst ihn auch gar nicht aktiv abwehren, es reicht vollkommen aus, Deinen Stab zu erheben und Dich auf diese Weise vor Verletzungen zu bewahren.“ Mein Stock ist in Windeseile abgehobelt, aber im nächsten Augenblick halte ich bereits wieder einen neuen Stab in der Hand. Ausdauer, Kraft und Konzentration sind gefordert.
Langfristig könnte ich dem nicht standhalten.

'Physiologus - Screenshot' von Traumzeit
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