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Torfbett

Traum:
Peter hat Geburtstag. Er liegt vor seinem Haus auf dem Rücken in einer Erdmulde. Wie einem unbewussten Drängen völlig ungestüm nachgebend, lässt er Torfmull über sein Gesicht rieseln – in so rascher Abfolge, dass man meint, er tue dieses aus stiller Verzweiflung, wenngleich alles einen ganz alltäglichen und gewöhnlichen Eindruck macht, so dass es keiner der vorübergehenden Gäste bemerkt, die ja alle einen Blick auf ihn werfen – und sei es zum Geburtstagsgruß. Einige fragende Blicke gibt es aber doch und er sagt: „Das ist doch immer noch besser, als sich Glassplitter ins Gesicht zu reiben.“
Aber ja, aber ja! Sofort verdränge ich die Vorstellung eines solch selbstverletzenden Verhaltens.
Seine Mutter ist auch da. Ich wundere mich, dass ihre Waden und Fesseln so schlank ausschauen – ich hatte sie dicker in Erinnerung. Vielleicht hat es gesundheitliche Ursachen?
Viele der Gäste tragen Bänder aus trockenen Torffasern um Fesseln und Handgelenke; manche tragen auch Lendenschurze oder fellähnliche Westen aus diesem erdigen Gewebe. Es hat etwas Urtümliches und Erdverbundenes – und es wird mit natürlicher Selbstverständlichkeit getragen.

Mike hat inzwischen die Kfz-Werkstatt betreten, wo die heutige Geburtstagsfeier stattfinden wird. Überall stehen lange, weiß gedeckte Tische. Mike erreicht einen Tisch , der über einer Grube steht. Ich folge ihm nur zögernd, da ich unsicher bin, ob dort wirklich noch ein Platz für uns frei ist. Ich möchte nicht aufdringlich sein.

Notiz:
Da steckt der Teufel eher im Detail. Bei Torf denke ich sogleich an das Teufelsmoor.

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