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Nackter Hügel

Traum:
In den oberen Etagen eines Wolkenkratzers. Endlich eine Pause zwischen zwei Terminen. Als ich das Chefbüro betrete, bietet sich ein unerwarteter Anblick.
Der Reihe nach:
Erst einmal, Blick nach links gerichtet, atme ich erleichtert auf, weil die Assistentin die Pause für ein Schläfchen nutzt. Sie hat sich ihres engen Businesskostüms entledigt und liegt nur mit Unterwäsche bekleidet in einer Nische. Sie ist sehr schön anzusehen. Blonde Kurzhaarfrisur, ein natürlich schönes Gesicht, ungeschminkt und ihre Haut wie Alabaster. Sowohl augenfällig als auch augengefällig finde ich ihren weißen Slip. Gerade räkelt sie sich, dreht sich auf die andere Seite, so dass ich dieses Wäschestück genau betrachten kann. Es ist eine Art Strapshöschen. Also, die Strapse sind integriert und deren Enden baumeln nun, trotz unbestrumpfter Haltlosigkeit, nicht hinab, sondern alles umschmiegt Po und Schenkel wie der Hauch einer zweiten Haut. So etwas sah ich noch nie – und beschreiben lässt es sich nicht wirklich, weil es ein unlogisches Teil ist. Aber toll ist es.

Mit einem Male, unerwartet, öffnet sich die Tür hinter uns und ein Vorstandsmitglied tritt ein. Die Frau öffnet die Augen, und bewegt sich – fast schlafwandlerisch – rückwärts auf allen Vieren unter den Schreibtisch an der Wand. Dort will sie weiterschlafen, ohne sich eine Blöße zu geben. Ich spüre ihre große Erschöpfung, die sie so unauffällig und stillschweigend reagieren lässt. Dieser Blonden scheint während dieses Vorgangs – der ja eigentlich ein Rückgang ist – eine zweite Frau zu entschlüpfen, die es der blonden Frau gleich macht. Eine Frau mit kurzen dunklen Haaren, die sich bereits wenige Augenblicke später wieder aufgelöst hat. Sie scheint nicht von Bedeutung zu sein?

Der Blick nach rechts zeigt etwas, das eine Erklärung für das Auftreten des Vorstandsmitglieds geben könnte: Ein fast unbekleideter Mann liegt am Boden – es ist Manfred Krug, was ich allerdings nicht realisiere. Er setzt sich auf und greift vorsichtig mit Zeige- und Mittelfinger an eine Stelle am Oberschenkel. Seinem Gesicht ist anzusehen, dass er dort einen stechenden Schmerz verspürt. Der Schmerz ist nicht wirklich; es ist nur die Angst vor dem Schmerz; die Vorstellung von dem, was sein könnte, das ihn den Schmerz spüren lässt. Denn in seinem Falle fand ein neues Operationsverfahren Anwendung. Der Eingriff wurde vorgenommen, ohne dass auch nur die kleinste Wunde zurückblieb. Da kann es eigentlich keinen Schmerz geben.

Mir kommt der Gedanke, dass der am Boden liegende Mann zur Bush-Regierung gehört. Sehe dann aber, dass es nicht stimmt; nicht stimmen kann! Denn der Mann hat gar keinen Busch – er ist rasiert. Und sein Geschlechtsteil hat er zwischen die Beine nach hinten geklemmt. Da ist gar nichts, außer einem nackten Hügel.

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