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Flohmarkt und Marzipankartoffeln

Traum:
Ich gelange an einen kleinen Flohmarkstand. Dorota steht neben dem Tisch und verkauft meinen Krimskrams. Genau genommen hat sie allerdings noch nichts verkauft. Sie erzählt, vorhin seien zwei Punks da gewesen, die sich für ein Teil interessierten. Da es aber zwei Euro kosten soll, war es ihnen zu teuer und sie sind dann bald gegangen. Ich schaue auf das angesprochene Objekt: Eine Papprolle, die ich nachlässig mit grünem Bastelfilz bezogen habe. Keine saubere Arbeit, die Stoffränder stehen teils hoch und ich habe nicht alle Stellen geklebt. An den oberen Rand klebte ich einen schmalen Filzstreifen in Rot. Mit einigen Worten aus roten Filzbuchstaben dekorierte ich das Dings. Es hat keine Funktion zu erfüllen – der nächste Besitzer könnte dem Pappding natürlich eine Funktion geben. Das liegt ja an der Kreativität jedes Einzelnen! Ich sage zu Dorota: „Man ey, hättest Du das Teil doch ruhig für 50 Cent verkauft! Du weißt doch, für 50 Cent kann man schnell mal was loswerden!“ Gerade wenn die Leute nicht viel Kohle haben. Naja, die Chance ist nun vertan. Kann man nix machen.

Mit einer Papptragetasche gehe ich in den nächsten Raum. Es hat etwas wie das Nikolauslaufen an sich, denn ich darf mir an jedem Stand, an dem ich vorbeikomme, ein Teil nehmen und in die Tasche stecken. Lecker, gerade konnte ich ein Tütchen Marzipankartoffeln ergattern. Sogar richtig edle Marzipankartöffelchen aus einer Confiserie. Da jedes Präsent in üppig gebauschtem Cellophan verpackt ist, sieht meine Papptragetasche reichlich gefüllt aus, ist aber noch total leicht. Bald gelange ich an den Stand meiner Mutter. Sie ist im Begriff mir ebenfalls so ein Tütchen mit leckeren Marzipankartoffeln zu geben. Nun habe ich ja schon eines; ein zweites Tütchen steht mir – nach den Familienregeln – nicht mehr zu.
Hmmm…
…das erste Tütchen ist im Innern der Tasche versunken, nicht mehr zu sehen. Dieses Marzipan ist soo lecker. Es fiele gar nicht auf, wenn ich dieses Tütchen auch noch nähme. So nehme ich diese Marzipankartoffeln auch noch entgegen. Leider spüre ich damit keine Freude mehr – selbst an den Dingen in meiner Tasche mag ich keinen Gefallen mehr finden, obwohl sie mir ja alle rechtmäßig zustehen.

Notiz:
Tscha, so ist das mit der Gier.

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