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Erbseneintopf und Elternbeirat

Traum:
Der Elternbeirat tagt in einer kleinen Kammer. Drei Teilnehmer sitzen auf Stühlen, zwei auf jeweils einem Bett. Die Stimmung ist entspannt und heiter. Noch ehe es losgeht, klingelt mein Telefon. Ich will den Hörer nehmen. Lag er nicht gerade noch neben mir? Er scheint unter die Bettwäsche gerutscht, vielleicht sitze ich drauf? Noch während ich hektisch suche, um die Störung unserer Zusammenkunft schnellstmöglich zu beenden, nimmt bereits Mike – er sitzt mir gegenüber – das Gespräch an seinem Telefon entgegen. Da habe auch ich den Hörer gefunden, halte ihn ans Ohr und höre die Stimme meiner Mutter. Nur aus welchem Hörer höre ich sie? Tönt sie von Mike herüber, oder doch aus meinem Telefon? Egal, ich antworte: „Du, ich sitze gerade im Elternbeirat. Kann ich nachher zurückrufen?“ Vergnügt sagt meine Mutter, es sei in Ordnung. Im Hintergrund die Stimme meines Vaters: „Einen lieben Gruß, ich bin nachher nicht mehr da!“ Ach ja, ich erinnere mich… Mittwoch, da ist er zum Skatspielen. Ich spüre leises Bedauern. Sicherlich hätte auch er sich gefreut, mal wieder von mir zu hören.

Kaum aufgelegt, blicke ich mich nach Moina um, die hinter meinem Rücken in Annas Küche gegangen ist. Was sie dort wohl macht? Ich springe auf, blicke durch die Zimmertür in Annas Strickerei, die gleichzeitig ihre Küche ist. Blechtöpfe und der Teller von der letzten Mahlzeit stehen in der Spüle. Moina hatte sich den Stieltopf genommen, in dem noch ein Rest Erbseneintopf war. Da sie keinen Teller finden konnte, legte sie einige Lorbeerblätter – sie sehen allerdings aus wie braunes Laub vom Flieder – zu einem provisorischen Teller zusammen und füllte die Suppe darauf. Oje, fast gleichzeitig sehe ich, dass Anna bereits Wasser in den Topf mit dem Eintopfrest gefüllt hatte, um den Abwasch vorzubereiten, und dass die dünne Suppe zwischen die losen Blätter hindurchrinnt. Nicht nur das. Moina löffelt bereits davon und ich sehe dass die Blätter leicht sandig sind. Ich fühle mich hin und her gerissen. Einerseits bin ich in Sorge, sie könnte sich den Magen verderben, andererseits finde ich es beachtlich, wie kreativ sie damit umgegangen ist, als sie keinen Teller fand.

Notiz:
Es gab schon einmal Erbseneintopf.
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