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Cosmic und vom Ausdruck meiner Gefühle

Traum vom 29. November 2009

Mit einer großen schwarzen Limousine kurve ich um das Parkhaus in einer Innenstadt. Es ist ein Dezemberabend, im Dunkel leuchten die erhellten Schaufenster fast feierlich. Eigentlich wollte ich nicht ins Parkhaus fahren, sondern am Straßenrand parken. Finde aber keine Möglichkeit. Ebenso finde ich nicht die rechte Spur und lande dann doch im Parkhaus. Na gut. Doch immer wieder gelange ich nur auf Nebenparkplätze und nicht auf einer größeren Fläche. Irgendwann bin ich recht erschrocken, nämlich bei der Feststellung, dass die Nebenparkplätze kleiner als gedacht sind. Wähnte ich noch dieses Metallgitter unter dem Auto, so erkenne ich nun, dass dort Treppen aus Metallgittern hinab führen. So weit darf ich also gar nicht ausholen. Ein paar Leute stehen jeweils herum, und geben mir Zeichen, mehr aufzupassen. Das Auto ist aber auch groß.

Szenenwechsel. Ich sitze auf einem alten Sofa wie in einer Familienstube. Links neben mir sitzt Cosmic; er blättert in einem Bildband mit monochromen Aufnahmen und liest immer wieder mal daraus vor. Ich habe meinen Kopf auf seine Brust gelegt, schmiege mich an ihn. Ab und an eine leise Berührung von ihm, die ich so verstehe, dass ihm meine Nähe recht ist – wir kennen uns ja nicht. Ja, ich sinniere im Stillen, wie gerne ich doch dazu neige, mich fremden Männern an die Brust zu legen. Es ist so angenehm, warm und wohltuend, finde ich. Was also sollte schon dabei sein, wenn ich es tue? Nichts.

Nach einer Weile wechselt er die Position, legt seinen Kopf in meinen Schoß und seine Beine nach rechts neben mir auf die Couch. Nun halte ich den Bildband und lese daraus vor. Erst jetzt bemerke ich, wie schwer der Bildband in den Händen liegt und wie anstrengend das Blättern ist, wenn man den Kopf eines anderen vor sich hat, sich dort aber nicht abstützen will. Während ich anfangs dachte, Cosmic begäbe sich vertrauensvoll in meinen Schoß, so kommt mir nun in den Sinn, er habe es nur gemacht, damit ich endlich merke, wie sehr ich ihn belastete und wie rücksichtslos es von mir war. Das ist mir total unangenehm.

Szenenwechsel. Ich gehe eine nächtliche Einkaufsstraße entlang. Bleibe immer wieder mal vor weihnachtlich erleuchteten Schaufenstern stehen. Da kommt Cosmic auf mich zu, legt zärtlich seine Arme auf meine Schultern, schaut mir lächelnd in die Augen, küsst sanft meine Halsbeuge. Ich gehe weiter, halte dies für ein Schauspiel. Doch er bleibt bei mir. Als ich am nächsten Schaufenster stehen bleibe, geht er in die Knie und taucht seinen Kopf in die, irgendwie unbekleidete, warme Beuge zwischen Oberschenkel und Leiste. Er küsst mich dort, wieder und wieder. Meine Wahrnehmung ist dort so sehr zentriert, dass ich meine, mich selbst dort zu riechen. Als ich nun zum nächsten Schaufenster weiterschlendere, schleife ich Cosmic quasi mit, der mit seinen Lippen weiter an meinem Schoß „knabbert“. Es ist wunderschön. Äußerlich jedoch zeige ich mich absolut unberührt.

Bald richtet sich Cosmic auf, legt die Hände auf meine Schultern und sagt mit tiefem Blick in meine Augen: „Kein Gefühl?“
Aber ja! Ich wollte es nur in der Öffentlichkeit nicht so zeigen. Schnell frage ich ihn: „Soll ich es dir beschreiben? Ich kann es genau beschreiben!“ Ich bekomme mit einem Mal Verlustängste, denn ich spüre etwas, so als wolle sich Cosmic entziehen. Andere Menschen sind um uns her. In der Nähe einer kleinen Frauengruppe; da wendet Cosmic sich dann tatsächlich von mir ab, geht zu den Frauen, die ihn mit offenen Armen empfangen, stürmisch ihre Freude über seine Gegenwart bekunden und ihren Gefühlen sofort Ausdruck verleihen. Es dauert gar nicht lang, da haben sie ihn in eine Viehtränke mit köstlich warmem, duftend schäumenden Badewasser gesetzt – mitten in der Fußgängerzone, im überdachten Bereich wie im Foyer eines luxuriösen Hotels. Sie umringen ihn. Er hebt ein Bein aus dem Wasser, streift das klatschnasse Hosenbein seines längs gestreiften Flanellpyjamas bis über das Knie hinauf. Staunend und total überrascht erkenne ich seine dicht und dunkel behaarten Beine. Ich glaube, so viel Haare hatte ich an seinen Beinen nicht erwartet. Er lacht über diese Aktion, erfreut sich an der Zuwendung und zieht, wie ein Junge lachend, die Hosenbeine hoch.

Ich betrachte dies aus etwa zehn Meter Entfernung. Ein wenig hoffte ich, er würde sich mir doch noch wieder zuwenden, damit ich die Chance bekomme, doch noch meine Gefühle zu zeigen. Aber es macht den Eindruck, als habe er mich bereits vergessen. Langsam mache ich mich auf den Weg. Strebe der großen Glastür entgegen, die hinaus auf die Straße führt. Draußen ist es dunkel und so sehe ich auf dem Glas das Geschehen hinter mir fast wie in einem Spiegel. Zunindest sähe ich, sollte Cosmic mir doch noch folgen. Doch ich sehe es eben nicht. Er bemerkt mein Fortgehen noch nicht einmal.

Szenenwechsel. Mike und ich fahren auf der Autobahn. Mike am Steuer. Später Abend. Dezember. Die dick mit weißem Schnee bedeckte Fahrbahn ist in vorweihnachtlich feierliches Licht getaucht. Auf der Fahrbahn läuft die blonde Läuferin vor uns her. An einem Strick zieht sie einen leeren Einkaufswagen hinter sich her. Aha, das ist doch die Frau, in die Mike verliebt ist oder war. „Wollen wir sie mitnehmen?“ frage ich Mike, der nach kurzem Nachdenken zustimmt. Wir versuchen sie einzuholen, um sie einsteigen zu lassen, was nicht so einfach ist, wegen der Glätte, wegen der dadurch verschmälerten Fahrspur und des hin und her tänzelnden Einkaufswagens. Wir gelangen schließlich in ein verschlafen daliegendes Örtchen und stoppen, um die Läuferin zusteigen zu lassen. Ich steige aus. Ein Transporter mit offener Ladefläche kommt um die Kurve einer Hauswand gefahren, kommt mit einem Male ins Schleudern und legt sich auf die Seite, rutscht auf die Hauswand zu und die vier auf der Ladefläche sitzenden Arbeiter werden durcheinander gewirbelt. Man muss fürchten, sie hauen sich die Köpfe aneinander ein oder diese werden gegen die Hauswand geschlagen. Oje oje! Die Gesichter der Mitfahrenden sind vom Schrecken gezeichnet. Dann steht alles still. Ich gehe näher, höre was… Ein Zischen, vielleicht eine Flüssigkeit die ausläuft, etwas dazu, das unter Druck steht. Mit einem Male verstehe ich… Benzin läuft aus. Irgendwo zischt ein Feuer. Es kann jeden Moment eine Explosion geben! Noch sind die vier auf der Ladefläche nur leicht angeschlagen, können sich noch selbst helfen. So greift niemand von uns ein, damit sich niemand in Gefahr begeben muss. Wir rufen den Vieren aber zu, sie müssten sich jetzt selbst schnell von dem Unfallort entfernen, sonst fliegen sie mit in die Luft!

Auch ich nehme Abstand. Strebe auf den Seiteneingang eines Parkhauses zu. Als ich zum Türgriff greife, bemerke ich das große Plakat links neben der Eingangstür. Dieses zeigt ein Liebespaar, wie aus den Fünfzigern oder Sechzigern. Genauer zeigt es nur das Gesicht der Frau, die in den Armen ihres Geliebten liegt. Ihr Gesicht strahlt Glück und Liebe aus. Ah, es ist Uschi Glas! Das Bild ist eine Animation. Schon zeigt es Gina Lollobrigida. Im nächsten Augenblick ist es Sophia Loren. Dann wieder Uschi Glas. Einige Sekunden später das Gesicht eines jungen Mannes mit Kinnbart. Nein, Moment… na hey, das ist ja Uschi Glas mit Barthaaren?! Sie spielt wohl eine Doppelrolle?!!

Traumpfad – Cosmic:

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