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Wasser-Waage im Bioladen

– Wasser und Brot –

Traum:
Ich gehe in den Bioladen um ein Brot zu kaufen. Vor Jahren arbeitete ich dort; Inzwischen gibt es eine neue Inhaberin. Das wusste ich, nun sehe ich sie zum ersten Mal. Eine nette, eher distanzierte Frau mit kurzen dunklen Haaren und ernstem Blick; das Melancholische ist erst bei näherer Betrachtung wahrnehmbar. Sie steht hinter dem kleinen, mitten im Laden stehenden Tresen.

Es reicht, wenn ich nur ein halbes Brot kaufe; mehr brauche ich nicht. Im Regal liegen frischgebackene Sonnenblumenkernbrote. Im oberen Brotregal liegen noch ein paar Brote von gestern. Eigentlich würde ich am liebsten ein frisches Brot kaufen. Ich weiß aber, wie schwierig es sein kann, Brot vom Vortag zu verkaufen.. Dabei schmecken die wirklich noch gut. „Ach, ich nehme dann doch lieber ein halbes Weizenkürbiskernbrot vom Vortag“, sage ich . Die Ladnerin freut sich, legt das ganze Brot auf das Schneidebrett und entfernt mit einem Schnitt die Brotkruste an einer Längsseite des Brotes. Nanu, warum macht sie das? Vielleicht deshalb, um dem Brot etwas von seiner Härte zu nehmen?

Eigentlich hatte ich gleich zahlen wollen, aber hinter mir warten inzwischen einige Kunden und ich möchte nicht länger im Weg stehen. So nehme ich das eingewickelte Brot und sage, dass ich mich noch kurz umschauen möchte. Ich trete in den Ladenbereich hinter der Kasse. Hier liegt alles im Halbdunkel. Nur schemenhaft und halbbewusst ist zu erkennen, dass ich die Speisekammer aus meiner Kinderzeit betrete. Das Angebot ist spärlich; nur hier und da liegt etwas. Etwas Neues kann ich auch nicht entdecken, da verliere ich schnell das Interesse und begebe mich auf den Weg zur Kasse. Ich gehe von der anderen Seite um den Tresen und komme an einer Frau vorbei, die unter einer Vorrichtung steht – etwas, das einer Dusche oder einem kleinen Garderobenständer ähnelt. Oben dran hängt ein Teil, das an einen Kleiderbügel aus Metallrohr erinnert. Die Frau darunter macht Bewegungen, als treibe sie Gymnastik oder als kleide sie sich an. In dem Augenblick da ihr Körper nahe dem oben hängenden Bügel kommt, beginnt sich das Wasser im Innern des Bügels auf ihre Seite zu verlagern. Hält diese Situation länger an, droht das Wasser an dieser Seite herauszulaufen. Der Rohrbügel ist nämlich zu beiden Seiten offen. Um ein Auslaufen zu verhindern, springe ich schnell zur anderen Seite des Bügels, woraufhin sich das Wasser in seinem Innern in meine Richtung zu bewegen beginnt. Ehe es nun auf meiner Seite herausläuft, springe ich wieder einen Schritt beiseite und warte beobachtend. Sobald das Wasser wieder auf der anderen Seite auszulaufen droht, springe ich drunter, um für einen Ausgleich zu sorgen. Es erfordert Konzentration und Wachheit; lässt mich alles andere vergessen.

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