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Die Eröffnungsphase

Traum:
Auf der Frauenstation in einem Gebärzimmer. Mitten im Raum ein Bett mit zerwühlten weißen Laken. Rund um das Fußende sitzen einige Geburtshelferinnen auf Stühlen. Mike und ich stehen links des Bettes, sind mit einem großen quadratischen Bauchpflaster beschäftigt. Einer von uns muss es tragen – nur wer? Am liebsten wäre mir, Mike würde es auf sich nehmen. Allerdings dürfte die Entfernung des Pflasters für ihn schmerzhafter sein; wegen der vielen Härchen auf dem Bauch. Na, ich glaube, dann mache ich es! Vielleicht genügt es, einfach nur die Klebemasse ohne dem Pflastergewebe aufzulegen? Mir scheint dies weniger unangenehm zu sein. Vielleicht wäre es auch einfacher zu entfernen? Das Pflaster soll ja zur Fixierung dienen; wobei mir nicht klar ist, was am Bauch fixiert werden soll.

Dann finde ich mich rechts des Bettes wieder. Die Helferinnen schauen mich abwartend, mitfühlend und beobachtend an. Eine von ihnen teilt ihre Wahrnehmung mit: „Der Geburtsvorgang beginnt!?“

„Hmm?“ Wie kommt sie darauf? Ich wäre nicht auf diese Idee gekommen.

Die Geburtshelferin erklärt: „Sie haben häufiger Harndrang und erleichtern ihre Blase in immer kürzeren Abständen. Kann das sein?“

Ja, das könnte stimmen. Und wenn ich noch einmal die letzten Stunden Revue passieren lassen, muss ich sagen, dass sie Recht hat. Vermutlich hätte ich dies, selbst wenn ich es bemerkt hätte, nicht als Anzeichen für das Einsetzen des Geburtsvorganges verstanden. Aber nun, durch die Worte der Helferinnen sensibilisiert, spüre ich dieses kaum beschreibbare Gefühl… dieses innere Weiten und Öffnen. Nur in diese Richtung – es gibt kein Zurück und kein Verschließen. Die Natur folgt ihren Gesetzen. Diese Öffnung unterliegt nicht meiner Kontrolle. Als mir das klar wird, spüre ich große Erleichterung und innere Ruhe einkehren. Ich darf mich hingeben und es so geschehen lassen, wie es von Natur aus geschehen will – denn es wird eh so geschehen. Ja, das Wirken der Natur entlässt mich quasi aus meiner Verantwortung und ich kann mich endlich entspannen.

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