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Schmusekatze und genervte Ziege

Traum:
Inzwischen ging ich mehrmals die Holzstiegen hinauf, erledigte währenddessen anfallende Arbeiten und ging auch Hans zur Hilfe, der im oberen Stockwerk der hohen Holzhütte rege rumhantiert. Jedes Mal ist reichlich zu bewältigen oder zu bereinigen. Im Anschluss daran geschieht immer Ähnliches: wir legen uns zusammen auf ein einfaches Lager am Boden und schmiegen unsere Körper zärtlich aneinander; genießen die Nähe, Wärme und das Aufgehobensein.

Beim letzten Aufstieg stand bereits eine kräftige Ziege auf einem Treppenabsatz. Eine hübsche, eher zierliche, wenn auch kräftige Ziege mit hellbraunem Fell, einer kleinen Glocke um den Hals, und mit einem hübsch runden Euter, welches wohl auch deshalb ins Auge fällt, weil die Ziege mit ihrem Hinterteil in meine Richtung steht. Einige bäuerliche, ganz schlicht gekleidete Menschen stehen um die Ziege herum – einer hält sie an einem Strick. Die Ziege wirkt genervt und bringt dies nun demonstrativ zum Ausdruck: sie kötelt reichlich auf den Boden. Dieses sorgt für eine gewisse Lebendigkeit unter den sie umgebenden Menschen, die mit leisem Murmeln einander verständnisvoll zunicken. Sie verstehen nun, was die Ziege so bockig macht, und finden es ganz richtig, dass sie sich in dieser Hinsicht nun entlastet.

Ich überlege, ob ich trotzdem den Stiegenweg nach oben nehmen soll. Mit etwas Vorsicht ließen sich die Kötel ja umgehen. Allerdings wirkt die Ziege immer noch etwas geladen und tänzelt unruhig hin und her. Es tät mich nicht wundern, wenn sie gleich noch reichlich Urin ablassen würde. Auch die Ziegenleute scheinen gerade an diese Möglichkeit zu denken, denn es stellt sich eine gewisse Unruhe ein. Schließlich will sich niemand ans Bein pinkeln lassen! Angenommen, sie pinkelt nun los… das wäre echt ein Hinderungsgrund für mich, die Stiege hinauf zu gehen. Hans sieht das anders und meint: „Warum sollten wir wegen etwaiger Ziegenpinkelei auf diesen Weg verzichten wollen?“ Okay, es stimmt, es ist nicht gesagt, dass sie wirklich pinkelt – wenn auch viele Zeichen darauf hindeuten. Nun spüre ich eine gewisse Unentschlossenheit, die mich in dieser Situation gebannt hält.

Später, draußen vor der Eingangstür, die im weiteren Verlauf zur Stiege führt. Eine Frau – Typ freches Mädchen zum Pferdestehlen, etwa in meinem Alter – kommt auf mich zu. Lächelnd überreicht sie mir eine Handvoll Diddl-Türschilder/Namensschilder und bedankt sich herzlich dafür, dass ich mich während ihrer Abwesenheit immer so zuverlässig um ihre Katze kümmere. Immer, wenn ich die Stiege hinaufging und diesen Weg mit Hans und unserem zärtlichen Aneinanderschmiegen abschloss, hatte ich nämlich auf diese Weise die Katze mit allem versorgt, dessen sie bedurfte. Auch jetzt bittet mich die Bekannte, während ihrer Abwesenheit ihre Katze zu versorgen. Okay, mach ich!

Dann zeige ich Hans, der links neben mir steht, die Diddl-Schildchen und erzähle ihm, dass ich sie als Dankeschön erhalten habe – so viele Namensschildchen! Sie haben eine Rückseite aus Metall und liegen schwer in der Hand.
Hans’ Reaktion darauf kann ich leider nicht mehr erinnern; entweder es gefällt ihm, oder er misst dem wenig Bedeutung bei.

Notiz:
Ein wundervolles Tier, diese Ziege.

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