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Hülsentiere und Samenkorn

Traum:
Mit Mike und Angelique in einer weitläufigen Wartehalle. Eine Reiseleiterin kommt daher und fragt, ob wir nicht auch noch nach Regensburg wollen. Es sei ein tolles Angebot! Mike und Angelique sind von der Idee begeistert. Ich werde nochmals ärgerlich. Was soll das? Wir sind hier in den Alpen! Was soll so ein Ausreißer nach Regensburg?? So nah ist es ja nun wirklich nicht gelegen! Also, ich finde das bescheuert. Mike und Angelique finden es blöd von mir, dass ich an allem etwas auszusetzen habe. Aha! Was denken die Beiden eigentlich? Glauben sie etwa, der kleine Abstecher sei umsonst? „Habt ihr schon gefragt, ob es etwas kostet?“ Nein, das hat keiner. Ich glaube nicht, dass die Reiseleiterin etwas zu verschenken hat. Außerdem steht sie auch schon mit so einem bunten, aufgespannten Regenschirm da. Das kenne ich noch von der Tagesfahrt nach Prag – oje! Die Sache scheint allerdings schon entschieden – pro – zu sein.

Meine Sitzposition im Warteraum ist ziemlich lässig, den Hintern weit vorgerückt, hänge ich in einem Stuhl. Die Reiseleiterin hat sich inzwischen, mit dem Rücken zu mir, auf meinen Bauch gesetzt. Dadurch wird meine Atmung sehr deutlich spürbar; das Heben und Senken meiner Bauchdecke. Zugleich dürfte die Reiseleiterin deutlich spüren, ob sich Unmut in meinem Bauch regt. Ich möchte aber nicht, dass sie fühlen kann. Nein, ich zeige mich ihr gegenüber lieber unbeeindruckt und gelassen und achte deshalb auf eine ruhige und tiefe Atmung. Dabei spüre ich, dass wir phasenweise sogar synchron atmen. Zwischendurch aber regt sich der Ärger in meinem Bauch und die Atmung wird unruhiger und flacher, was ich sofort wieder auszugleichen versuche. Die absichtlich ruhigere Atmung hat dann wiederum den Effekt, dass der Ärger nachlässt.

Irgendwann bemerke ich in der Ferne ein weit ausholendes Winken. Cleo sitzt dort, winkt mich zu sich? Meint sie wirklich mich? Ich dachte, sie wolle gar nichts mehr mit mir zu tun haben? Doch, es ist eindeutig, sie meint mich. Als ich bei ihr ankomme, steht sie sofort auf und wir gehen zusammen in einen Nebenraum. Dort treffen wir auf einen Mann – etwa 40 Jahre alt, dunkel gewellte Haare – der sich gleich zu uns gesellt. Er geht links neben mir her und singt mir eine sanfte Melodie ins Ohr. Diese Melodie handelt von Hülsenfrüchten. Ich sehe deutlich sein auberginefarbenes Sweatshirt mit einem großen altgoldenen Aufdruck „Te No“. Dazu ein runder Kranz aus unzähligen Sternen, in dessen Mitte ein Skorpion. Ich bin nicht ganz sicher, es könnte auch ein Krebs sein – vielleicht verwechsele ich etwas? Beim Traumerinnern im Wachzustand erkenne ich, dass es einen Hummer zeigt. Hülsenfrüchte… Hülsentiere… – das liegt ja eh nah beieinander.
So äußere ich ihm gegenüber ganz spontan meine Gedanken: „Das ist mit dem Samenkorn vergleichbar. Manches hat eine hauchdünne Schale, eine anderes vielleicht eine dicke Schale, ähnlich einer Buchecker. Aber sie alle brechen auf, wenn man sie in der Natur in die Erde legt – meistens.“
Der Mann aber mag meinen Vergleich nicht; er fühlt sich durch diese laut geäußerten Gedanken in seinem so gut gemeinten Gesang gestört.

Notiz:
Im Traum ist es ganz selbstverständlich, dass ein Schalentier “Hülsentier” genannt wird.

Es gibt ja tatsächlich Shirts mit TeNo-Aufdruck.

Links:
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