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Baby mit rotem T-Shirt „Mary Ann“

Traum:
Im Halbdunkel in einem überdachten Schwimmbecken – klamme, graue Jugendwendezeit. Ich würde so gerne schwimmen! Allerdings habe ich mein Baby dabei. Es ist vielleicht ein halbes Jahr alt; von ausgesprochen zarter Gestalt. Es ist niemand da, der mir mein kleines Mädchen einmal abnehmen würde. So lasse ich mein Baby schwimmen, indem ich es im Wasser halte. Dabei erfahre ich durch Zufall, dass es schon allein schwimmen kann. In Rückenlage macht es – vielleicht reflexartig?! – richtige Froschbewegungen mit den Beinen, die es langsam im Wasser voranbringen und an der Oberfläche halten. Klar, ein leichtes Übergewicht nach links oder rechts, und es geht unter – aber immerhin.
Ach mein Baby… mein kleines Mädchen… Sie ist so blass und in ihren Augen ist tiefe, untröstliche Trauer zu lesen. Die Haut ist so kühl und vom kalten Wasser durchweicht. Ich kann und will dieses zarte Wesen nicht zurücklassen, um schwimmen zu gehen. Wenn es doch so traurig ist… Eher nebensächlich nehme ich wahr, dass sie ein rotes T-Shirt mit dem Aufdruck „Mary Ann“ trägt, das sie im Wasser umweht. Erstaunlich, dass sie sich ganz allein über Wasser halten kann! Ich mache eine andere Mutter darauf aufmerksam, die sich am Beckenrand treiben lässt. Auch sie bestätigt meinen Eindruck, dass das Baby so schwimmen kann. Mein Baby, es wirkt so trostlos! So trostlos wie alles hier… und als ich dem nachspüre, da stelle ich fest: auch ich spüre diese unendliche Trostlosigkeit.

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