Home » Traumtagebuch » Eine Flut zu bewältigender Dinge

Eine Flut zu bewältigender Dinge

Traum – ganz eilig hingetippselt:
Auf dem Weg vor dem Haus der Älteren steht das Wasser mindestens kniehoch – von der Straße, über den Vorplatz bis hin zur Wiese. Das Wasser enthält allerlei Dinge, die dringend bewältigt werden sollten. Zwei Männer – ein Jüngerer und ein Älterer, den ich irgendwo her kenne… – müssen sich diese Sache ebenfalls zuwenden. Wir sitzen sozusagen in einem Boot; ein Bild, das wegen der Flut gar nicht so abwegig ist.

Anfangs gehen wir die Sache ziemlich chaotisch an – beginnen hier und dort mehrere Dinge gleichzeitig, ohne etwas zu Ende zu bringen. Schon bald stellen wir gemeinsam fest, dass uns das nicht weiter bringt und einigen uns darauf, dass sich jetzt jeder erst einmal um seinen eigenen Kram kümmert. Gleichzeitig lassen wir die anderen wissen, dass wie jederzeit zur Stelle sind, falls einer Hilfe braucht.
So beispielsweise, als ich später an den Ausgangspunkt zurückkomme, fragt mich der Jüngere wegen „Friendscout321“. Eine kleine Ampel erscheint bildhaft, mit rotem und grünem Licht – als Symbol für dieses Angebot. Der Jüngere will sich dort noch anmelden, woraufhin der Ältere sagt, er wolle das auch noch erledigen. So hören mir beide interessiert zu, als ich erzähle: „Die Anmeldung dort ist unproblematisch und geht schnell. An Deiner Stelle würde ich das auf jeden Fall machen. Ich bin schon länger dabei. Es ist nämlich nicht nur eine Partnerbörse, sondern dort kann man auch Brieffreunde, Mailpartner oder Freunde für die Freizeitgestaltung finden. Je nachdem, wie eng man es sich wünscht.“ Und wieder die Ampel – rotes und grünes Licht.

Der Ältere meint, wir beide sollten nun ins Wasser gehen und schwimmen. Da wir zum Arbeiten hier sind, haben wir nicht so schicke Badekleidung dabei – so meint er, so meine ich. Ich trage einen schwarz-weißen Badeanzug. Meine Unsicherheit überspielend, versuche ich ein leises Lachen und sage beruhigend zu ihm: „Beim Schwimmen trage ich keine Brille, kann also eh kaum was erkennen.
Nun ja, die ganze Sache führt irgendwie zu nichts.

Ich finde mich dann bald in einem meiner Räume wieder, wo es einiges zu bereinigen gibt. In den Händen halte ich ein Taschenbuch und lese während des Gehens darin. Ein Stoß Seiten fällt heraus. Ich will es wieder an seine Stelle legen, bin aber nicht sehr sorgfältig. Allerdings fällt mir dennoch auf, dass es das Kapitel Selbsterkenntnis ist, das ich fast zu weit vorne eingelegt hätte – dort, wo ich bereits gelesen habe. Ich stecke es dann in die hinteren Seiten, damit ich ganz sicher nicht vergesse, dass ich das noch lesen will.

Inzwischen habe ich die Sachen aus der Glasschachtel heraussortiert. Die Glasschachtel besteht aus zwei Deckeln – schmal und mit einer Höhe von 1,60 m. Toll, ich freue mich, dass ich das Ding endlich aufgeräumt habe und will es an eine andere Stelle tragen. Der Glasdeckel ist dünn und zerbrechlich und aufgrund seines Gewichts und Formats nicht so gut zu transportieren. Also ziehe ich den Deckel über mich hinweg, ein Ende auf meinem Kopf gelagert – ich passe ja fast rein. Prima, so lässt es sich gut tragen. Ich singe mit heller und leichter Stimme eine heitere, fast kindhafte Melodie vor mich hin; zum Glas hin (meine Stimme ist viel zu sanft, um das Glas zersplittern zu lassen). Es sind leichte und unbeschwerte Momente – eine federleichte Heiterkeit wie milder Sonnenschein am frühen Morgen. Ich genieße dies bewusst.
Dann sehe ich die Puppe – ganz selbstverständlich, dass diese Puppe da ist – und überlege, dass ich sie gut in die Glasschachtel stellen kann; wie in eine Vitrine. Das hätte den Vorteil, dass die Puppe endlich Halt bekäme. Sie ist nämlich so weich – aus hellem Stoff gearbeitet mit watteweichem Innern, so dass sie ohne äußeren Halt immer wieder in sich zusammenfällt. Sie trägt übrigens Gummistiefel mit einem weiß-königsblauen Muster – sie gefallen mir und sie passen wohl farblich auch zu ihrem Anorak, den sie trägt. Ja, ich stelle mir das als wohltuend für sie vor. Ein Nachteil könnte sein, dass es im Bereich der Ellbogen etwas eng sein könnte.

Als ich wieder zum Ausgangspunkt zurückkehre, haben auch die beiden Männer schon beträchtliche Arbeit geleistet. Sogar der Abwasch im Fluss wurde begonnen. Es ist immer noch sehr viel zu tun – noch kein Ende abzusehen – aber langsam kriege ich das Gefühl, es ist doch zu bewältigen. Ich muss jetzt noch ins Haus zu Anna gehen; dort nach dem Rechten schauen. Laut überlege ich, den Seiteneingang zu nehmen, da das Wasser dort nicht so hoch steht. Das könnte einen möglichen Wasserschaden verhindern. Die Männer aber rufen mir nach, ich solle unbedingt daran denken, welch großen Wert Anna darauf legt, dass ich den Vordereingang benutze!!
Okay! Den Gefallen will ich ihr natürlich tun! Irgendwie kriege ich das auch noch hin. Auf dem Weg dorthin fühle ich mich etwas beunruhigt und gespannt. So genau weiß ich nicht, was mich erwarten wird und was die Begegnung mit Anna bringen wird.

Tags: